Letzte Event-Updates

Ankara und Ankara nach Sivas

Gepostet am Aktualisiert am

 

Heidi an dem  originalen Brunnen in der 1000 Jahre alten Kreuzritterkirche
Heidi an dem  originalen Brunnen in der 1000 Jahre alten Kreuzritterkirche

Patrik schreibt:

Eigentlich wollte Heidi gleich Morgens weiter um schnell nach Osten die rund 450 Kilometer lange Etappe nach Sivas tief in Anatolien zu bewältigen.

Da wir am Freitag aber so gut wie nichts von der Türkischen Hauptstadt gesehen hatten gelang es mir noch ihr wenigsten einem Besuch auf dem Anitkabir Denkmal abzuringen.

Und das hat sich zu 1000%ig gelohnt. Die Details kann Wikipedia  besser als ich wiedergeben, aber das Gefühl auf diesem Platz über den Dächern Ankaras zu stehen ist schwer zu beschreiben, weil es so atemberaubend war.

Wir wurde (wieder mal..) von den Türkischen Gastgebern warmherzig mit Hudo empfangen und bekamen einen ganz tollen Reiseführer und Geschichtslehrer, der uns feinfühlig und umfassend in die Geschichte des Unabhängigkeitskrieges und Gründung der Republik durch Mustafa Kemal Atatürk einführte.

Unsere hochsprudelnden Fragen wurden mit einem nicht endenden Lächeln auf den Lippen in perfektem Englisch beantwortet und zusätzlich Informationen zu der Architektur und den Besonderheiten am Bau samt Anekdoten zum besten gegeben. Vielen Dank für die tolle Begleitung, obwohl wir etwas rüde waren und am Anfang (aufgrund unseres Zeitproblems) baten uns einen komprimierten Abriss in nur 15 Minuten zu geben. Es wurde dann doch eine Stunde, aber wer einmal dort war wird wissen das es eigentlich ein Tagesausflug ist der sich wirklich lohnt.

In dem Bewusstsein wirklich (sic) „am „Höhepunkt“ Ankaras gewesen zu sein begaben wir uns dann auch gegen Mittag direkt auf die Strecke und kamen gut voran. Allerdings spürten wir und Hudo jetzt die Hitze (ca. 35 Grad) mit voller Macht und pendelten unser Marschtempo auf rd. 75 Km/h ein.

Wir tauchten in die Karge aber schöne Anatolische Hochebene (rd. 1000m über NN) ein und Heidi musste mich immer wieder auffordern doch mehr raus zu gucken, wenn ich zu viel mit Technik und Elektronik zum Datenaustausch und Routing beschäftigt war.

Als der frühe Abend kam, wurden die Temperaturen ob der Höhe angenehmer als in den Vortagen und die Luft ist jetzt deutlich trockener (hier gibt es im Mittel nur einen Regentag im August).

Der Himmel war wolkenlos und als Segelflieger kam mir nur das Schlagwort „Gute Blauthermik“ und ausgedehnte Flüge über den endlosen Bergkämmen ins Gedächtnis…

Hudo’s Wasserdurst scheinen wir besänftigt zu haben, Und mit Timo Gottschalk‘s Tipps zu Vergaserjustierung liegen wir auch jetzt besser im Rennen-Danke dafür!

Unsere neue Tachowell funktioniert super und wir haben ihr auch gleich wie empfohlen genügend Fett verpasst…

Dummerweise kamen 120 Km vor Sivas seltsame quietschende Geräusche aus dem Armaturenbrett, die sich als Äußerungen der Kilometerzähler/Tacho (obwohl Tacho ja eigentlich den Drehzahlmesser bezeichnet) entpuppten.

So entschieden wir uns die Welle während der Fahrt wieder abzuschrauben um das Instrument nicht weiter zu beschädigen.

Wir haben ja Ersatz in der teuren „Übergepäcktasche“ mitgebracht –hallo Türkish Airlines-

In Sivas trudelten wir gegen 21:30 in (damit habe ich meine erste Ankunftsschätzwette mit Heidi gewonnen ;O)) und fanden direkt zu unserem Hotel, was wir eine Stunde vorher aus dem Auto heraus reserviert hatten.

Diesmal hatten wir noch Power und obwohl Heidi dem immer hungrigen(aus ihrer Sicht!) Beifahrer ein leckeres Mittagessen gegönnt hat(bei dem sie ebenfalls (inkl. Nachtisch) mit gefuttert hatte) musste noch etwas Essbares her.

Also per Pedes nach links in die nahe Innenstadt, am ersten Imbiss niedergelassen und einen tollen frischen Dürum Hühnchendöner im superleckerem Fladenbrot mit ganz frischem Gemüse verspleißt. Heidi kostete auch und der Daumen ging definitiv nach oben. Sie selbst frönte ihrer neuen Ayram (Joghurt) Lust mit 2 Bechern und strahlte über das ganze Gesicht weil so einfache Dinge einen auf dieser Reise glücklich machen können, für das ganze späte Abendessen haben wir inkl. der Getränke und dem herzlichen Lächel der Imbissbesitzer gerade mal 4 Lira ausgegeben (rd. Euro 1,70)

Danach noch ein Schokoeis (Heidis schwacher Punkt…) und plötzlich waren die Strapazen der Fahrt (rd. 9 Stunden) wie weggeblasen.

Also bummelten wir noch weiter und entdeckten eine Bar mit Livemusik und tranken mit Cem aus Bremen bei nettem Gespräch und türkischem Folk-Rock noch einen Absacker (Cola) bevor wir auf dem Heimweg durch Zufall eine christliche Kirche aus der Zeit der Kreuzritter ausfindig machten, die aber aufgrund des Zeitenwandels inzwischen komplett anders genutzt wurde und im Innenhof live gesungen und getanzt wurde.

Der originale Quellbrunnen stand noch auf dem 1000 Jahre alten originalen Steinboden und sprudelte frisches Wasser heraus.

Wir gingen entspannt und beschwingt ob des schönen Tagesausklangs zum Hotel und ich für meinen Teil bin ratzfatz eingeschlummert.

Patrik out.

Tag eins als Co-Pilot

Gepostet am Aktualisiert am

Und dann wurde Hudo „in die Mangel“ genommen und wir HERZLICHT in Ankara in Empfang genommen. DANKE SEREF AUTO Hayrettin und sein Sohn Kayhan
Und dann wurde Hudo „in die Mangel“ genommen und wir HERZLICHT in Ankara in Empfang genommen. DANKE SEREF AUTO Hayrettin und sein Sohn Kayhan

Team Heidi hetzt voran…

Heute stand eine lange Etappe von Istanbul nach Ankara an um in Richtung Kaspisches Meer ein wenig Zeit aufzuholen.
Philosophisch betrachtet ist das natürlich Blödsinn, denn Zeit kann man nur leben und genießen aber niemals „aufholen“ und schon gar nicht vergeuden, denn wir bewegen uns in ihr vorwärts und die Kunst ist sie zu nutzen und zu genießen.

Aber chronologisch, einige Leser auf unserer Webseite wollten ja mehr Überblick beim Lesen..:
Morgens 5:00 Frühstück und Abfahrt nach Verabschiedung von unseren Freunden vom NDR und der B.Z.
6:00 fahren durch ein wunderschönes langsam erwachendes Istanbul kurz nach Sonnenaufgang.
Meine ersten Kilometer auf Hudos Beifahrersitz sind beeindruckend.
Man spürt die alte Technik mit jeder Bewegung, jedem Geräusch und jeder Vibration wie sich Zahnräder Kolben und Fahrwerk bemühen uns auf der Straße zu halten.
Dann der Bosporus zur rechten das alte Istanbul zu Linken und die Europabrücke im Blick, das Tor nach Asien. Aber der Verkehr nimmt zu und wir müssen weiter. Und gegen 7:30 verlässt Team Hetzer mit Hudo das alte Europa und wechselt zum ersten Mal auf dieser Reise den Kontinent.

Gegen 9:00
Kurze Pause und alle bekommen ihre Wasserration (Hudo mehr als wir). Ich entferne das Nummernschild vor dem Kühler und bringe es an der Stoßstange an um die Kühlung zu verbessern, denn der Tag wird heiß das merkt man jetzt schon.
10-12 Uhr
Wir kommen gut voran, aber die Topografie verändert sich wir tauchen in die Berge ein und Hudo hat zu ackern, schließlich muß er mit seinen (im Vergleich zu heute) wenigen Pferdestärken die ganze schwere Fuhre in der Hitze die Anstiege hochbringen.
Zwischenstopps zum Wasserfassen. Da wir noch Probleme mit dem Benzinumpumpen aus dem Zusatztank haben und daher nicht genau wissen wie viel wir wirklich verbrauchen will Heidi den Haupttank einmal „Auslitern“ als fahren bis er komplett leer ist. Dann kur ein paar Liter aus dem Reservekanister rein und an die Tanke
13:00
Wir treffen beim Tankstopp die Teilnehmer der Black Sea Circle Charity Rally. Die unser Projekt kennen und mit uns Fotos und Unterschriften tauschen. Bezeichnenderweise ist der eine Kollege ein Nachbar von Heidi und mir in Charlottenburg keine 300 Meter weg Berliner sind halt immer da wo die Post abgeht ;O)

14:00
Wir nähern uns mit Großen schritten der Türkischen Hauptstadt wo wir einen Werkstattkontakt vom Deutschen Stammtisch in Sofia aufsuchen wollen um Hudo einen kleinen Service zu gönnen.
15:00
Wir werden HERZLISCHST von Hayrettin und seinem Team von SEREF Auto begrüßt werden.
3 Mechaniker und der Chef persönlich machen sich über Hudo her! Hier ein neuer Filter, dort die Tachowelle erneuert, im Kühler den Überlauf optimiert und wieder mit Frostschutz aufgefüllt, Großer Abschmierservice (muß bei so einem Oldtimer alle paar tausend Kilometer sein.)
Und dabei immer nette Benzingespräche, die der Sohn des Hauses Kayhan teilweise parallel(!) simultan übersetzt.

Plötzlich steht ein Fernsehteam vom Canal D aus Ankara in der Werkstatt und möchte Heidis Reise dem Publikum in der Türkei präsentieren.
Heidi ist in ihrem Element und überträgt ihren Spirit auf die Journalistin alle sind elektrisiert und die Mechaniker stolz darauf an Hudo Hand anlegen zu können.
Zuletzt wir noch die arg gebeutelte Berliner/Deutsche Standarte auf dem linken Kotflügel sachgerecht „aufgerichtet“.

SCHON 19:00
..und wo bitte geht’s nach Ankara? Ach ja wir sind ja schon da, aber jetzt muß die Stadt erobert werden, denn wir wollen uns endlich für so viel Hilfe und Freundlichkeit mit einem Essen Bedanken, nachdem Hayrettin darauf bestand Hudo und uns kostenlos beherbergt zu haben!!!
Also folgen wir seinem Sohn und dessen Freundin Dilek zu einem wirklich schönen türkischem Restaurant mit Geranien gerahmter Terrasse.
Hier wird auch endlich der Magen des Co-Piloten wieder gefüllt, der seit dem Mittag neben Heidi (die sich scheinbar von Luft und Benzingeruch ernährt -keine Ahnung wie sie das macht-).
Gemischte Vorspeisen, Grillspieße und Beilagen und zum Abschluss noch typische Türkische Nachspeisen. Dazu gaaaaanz tolle Gespräche mit Kayhan und Dilek die im Übrigen Deutschlehrerin hier in Ankara ist.
Er kommt übrigens in 2 Wochen nach Berlin und wir würden uns freuen wenn die Heimgebliebenen Heidifans ihm bei der Ankunft genauso lieb helfen würden wie er uns.
Hier seine Emailadresse: kayhan409@gmail.com

Inzwischen 23:00
Wir fahren in Richtung der alten Innenstadt Ankaras zu unserem Hotel. Leider ist die Zufahrt zur Parkgarage für Hudo’s Gardemaße zu eng und zudem fehlen 5cm „Kopffreiheit“….
Heidi zeigt ihr ganzes Können und wendet den Hudson quasi auf der Stelle in 10-15 Zügen!

Und dann fallen wir beide stehend K.O. von diesem 150% Tag in Bett. Ich selbst erwache Nachts AUF dem Bett liegend mit laufendem Notebook neben mir, keine Ahnung wie es dazu kam.
Aber die Nacht davor hatte auch nur 2 Stunden Schlaf.

So, nun bin ich gleich voll Eingetaucht in die Reise, habe gestaunt, geschwitzt, geschraubt und als Wichtigstes einen Vorgeschmack darauf bekommen wie viele wahnsinnig nette Menschen uns in diesen 2 Jahren begegnen können!
Manch einer erlebt in 2 Wochen Pauschalurlaub weniger wie „Team Heidi mit Hudo“ nur Gestern.

Patrik out

Beifahrer Patrik in Instanbul

Gepostet am Aktualisiert am

Patrik schreibt:

Und nun wurde es doch noch hektisch….

Nachdem die zurückliegenden 2 Tage zwar kurze Nächte hatten aber ansonsten unauffällig waren, alle Dinge die man so machen muß um sich 2 Jahre „abzumelden“ gingen wirklich gut von der Hand und teilweise waren wie im Falle meiner „Steuerflucht“, als ich der netten Kollegin vom Finanzamt beichtete, daß sie jetzt 2 Jahre auf die nächste Erklärung warten müsse und sie nur kurz zwinkerte und mir nette Grüße an Heidi mit auf den Weg gab und als Wiedervorlagedatum „Juli 2016“  im Rechner vermerkte ….

So hatte ich noch den halben Donnerstag um meinen Kram zu packen und Peter –den ich ganz herzlich Grüße- meine Wohnung zu übergeben. Zusätzlich fuhr  er mich noch mit Sack und Pack zum Flughafen Tegel.

Aber irgendwie verflog der Vormittag mit „letzten“ Besorgungen und die Taschen standen um 12:00 immer noch umgepackt im Zimmer…. Na gut, im Kopf hatte ich ja schon alles aussortiert was ich auch unterwegs lokal erwerben könnte, hat immer den Vorteil, daß man sich Ländern und Kleiderordnungen besser anpassen kann und wer weiß vielleicht sehe ich im Kaftan ja sogar gut aus ;O)

Also drei Hosen, ein paar Shorts und 3 Hemden und ein paar Shirts neben dem üblichen Kram in die Tasche geworfen, kein Problem… aber welche Schuhe?? Na ja 3 Paar kamen in die engere Auswahl und man wird sehen wann ich warme Filzstiefel in der nördlichen Mongolei erwerben muß. Ok die Tasche ist jetzt schon ziemlich voll…. Ach ja da stehen ja noch einige Tüten mit Technikkram die ich schon vor 10 Tagen besorgt hatte… hmm jetzt ist die große Tasche ganz voll, bleibt noch das Handgepäck….

Da es immer später wurde flogen die Sachen nur noch im hohen Bogen in den Trolley, zum Sortieren hab ich ja noch ein paar Wochen Zeit….

Ok da muß noch was reingehen! Wie immer kommt noch dies und DAS und DAS ist bei 2 Jahren Abwesenheit dann doch etwas mehr worauf man nicht verzichten möchte. Allein die Ladegeräte für all die kleinen Helferlein fassen schon eine Schuhkiste. Aber wir sind ja durch die jahrelange Tingelei über die Regattabahnen dieser Welt geübt darin aus und im Koffer zu Leben und letztlich war alles drin.  Da klingelte auch schon Peter um mich abzuholen…verdammt schon so spät?

Er hat dann eine halbe Stunde geduldig auf mich gewartet damit ich die Wohnung wenigstens halbwegs wieder von der während der Packaktion entstandenen Entropie bereinigt habe DANKE nochmal für deine Geduld!

Auf dem Weg zum Flughafen mussten wir noch an unserem „Organisationsbüro“ in Torsten Volklandt’s Laden vorbei wo auch schon unsere Sami auf mich wartete, die es noch geschafft hat meinen (Bei-)Fahreroverall in Nachtarbeit zu nähen (Bilder folgen)

Und dann war da noch diese gewisse Tasche mit Werkzeug, Ersatzteilen und vielen Sachen, die uns sicherer um die Welt bringen sollen und die einem erst fehlen, wenn man (Frau) schon los gefahren ist.

Hmm ganz schön schwer das „Täschchen“ aber ich hatte ja extra geschaut und Turkish Airlines  befördert SPORTGEPÄCK zum Stückpreis und im weitesten Sinne ist es ja eine Rallye und es heißt ja nicht umsonst „Rallye-Sport“ oder??

In Tegel angekommen lagen wir wieder gut in der Zeit und wollten entspannt einchecken. Mein Versuch Vormittags das „Sportgepäck“ vorsichtshalber bei der Fluglinie anzumelden schlug leider fehl, da das Telefon am Counter in Tegel sich zwar totklingelte aber niemand rann ging…..

Und dann kam es dicke: Sportgepäck??nee Übergepäck dürfen sie zahlen! AllesBitten,Flehen und Hinweisen auf Heidis Tour und hoffen auf Kulanz warvergebens.

Man verlangte für die EINE Tasche einen Zuschlag, der 1,5*dem Ticketpreis entsprach! (Und da fliegen 99kg „Muskelmasse“ ;O)  und rund 30 Kg Gepäck nebst Abendessen und Getränkeservice an Bord! )

Ich frage mich was die Leute berappen, die aus Istanbul kommend immer die riesigen Taschen und Kisten an der Gepäckausgabe entgegennehmen und halbe Umzüge mit dem Flugzeug veranstalten oder ist das dann etwas Anderes???

Der weniger freundliche Herr der für die ungeplanten Ausgaben durch sein mangelndes Feingefühl verantwortlich war, saß übrigens genau neben dem Telefon auf dem ich angerufen hatte um die Sache vorher zu klären und sagt nur salopp als es gerade klingelte: „Da gehe ich nie ran wenn ich hier bin“ ….noch Fragen ???

Na ja kur mal die Kreditkarte geplündert (hab ich extra heute Morgen unlimited für die ganze Welt von Mastercard freischalten lassen /:o(( )und von den Lieben verabschiedet die extra zum Flughafen gekommen sind.

Jetzt sitze ich hier im Flieger und unterhalte mich sehr nett mit meinem polnischen NachbarnTomaszder unterwegs ist um einem Frachtschiff zu helfen, dasmit Elektrik-Problemen in der Nähe von Istanbul schwimmt, sozusagen alsfliegende 1 Mann Reparatureinheit….

Hudo‘s „Bordelektronik“ ist ja übersichtlich, da werde ich wohl mit meinem „Schwachstromdiplom“ auskommen…und in diesem Moment fällt mir ein, daß das Meßgerät und der Lötkolben noch zuhause im Schrank liegen…. Na ja so etwas läßt sich sicher auch unterwegs besorgen (hatte ich erwähnt, daß man immer erst nach der Abfahrt weiß was NOCH mit sollte?).

Auf alle Fälle scheine ich noch eine Gnadenfrist von einer Nacht in Istanbul von Heidi zu bekommen, denn kurz vor dem Take Off kam eine Kurznachricht rein nach der es erst mal ins Hotel geht und nicht gleich nach Asien gen Osten.

Ok das ist also der erste Reisebericht und ich bin WIRKLICH unterwegs auf unserer Reise ins unbekannte Land! WoW

Patrik out

 

1. Beitrag von Patrik

Gepostet am Aktualisiert am

Als Anwort auf ein Kommentar geschrieben, interessant und hochaktuell, deshalb hier als Post: (-der Webmaster Marla, Tochter von Heidi)

Ich antworte mal selbst, mein Einstieg war seit der Ankündigung am 1.8.2014 immer für den 14.8. in Istanbul geplant, das war eine der Vorbedingungen, da ich selbst noch bis Sonntag zur Segel WM im Kiel war. Diese Projekt war 5 Monate geplant und mit meinen 3 Mitseglern organisiert worden, die ich nicht im Stich lassen wollte und konnte. Heidi hatte das eingesehen und mir “Sonderurlaub” gestattet und war alleine losgefahren, damit die Reise nicht gefährdet wurde.
Sabine K. von der B.Z war in Wien dazu gestoßen und hat einen tollen Job gemacht Heidi bis zur Grenze Europas zu begleiten und die Eindrucke rüber zu bringen. Jetzt geht es in der endgültigen Paarung ab morgen Abend nach Asien über den Bosporus und ich übernehme den Part des Co’s inklusive. der Aufgabe die daheim Gebliebenen mit Informationen zu versorgen, Hudo am Laufen zu halten und Heidi zu unterstützen wo ich kann. Es ist zwar etwas stressig dieser Tage, aber ich bin mir sicher Morgen um 15:45 in Tegel im Flieger zu sitzen und alles im Lot zu haben. Ein paar Bilder meiner Vorbereitungen habe ich ja schon eingestellt, Weitere folgen.
Info’s zu Hudo kann ich insofern teilen, daß er viel weniger Öl verbraucht als vermutet und Sprit säuft wie einst Hemingway bei seinen Touren durch die Kneipen dieser Welt (um die 30l/100km) Wasser braucht er momentan etwas mehr, was auch an den hohen Außentemperaturen liegt (über 30 Grad C.).
Ich hatte mich am 1. August selbst von den wirklich! sehr guten Vorbereitungen an dem Auto überzeugen können und habe 100%iges Vertrauen in das Team um Timo Gottschalk, das uns auch jederzeit per Telefon zur Seite steht. Momentan muckt der Tacho und ich nehme Morgen Ersatz im Flieger mit.
Da ich seit meiner Kindheit an Oldtimern, Motoren und anderem technischen Gerät schraube und als Dipl.-Ing. von der TU-Berlin unter anderem ein Diplom in “Fahrzeugentwurf und Konstruktion” seinerzeit beim Bau eines KFZ. erworben habe, sehe ich gute Chance Hudo und Heidi um den Globus reparieren zu können…;O)
Vielleicht werde ich bei der Berichterstattung von unterwegs nicht in dem bisherigen Boulevardstil der B.Z. weiter machen, aber dafür möchte ich mehr persönliches über Heidi und ihr ganz eigenes “Um die Welt” Projekt rüber bringen.

Ich hoffe ein paar Fragen beantwortet zu haben und verbleibe erstmal mit freundlicheren Grüßen

Patrik Heinrichs (der Mann auf dem heißen rechten Sitz))

Bericht vom 5. August, gesprochen von Heidi

Gepostet am Aktualisiert am

Dies ist eine Tonaufnahme von Heidi vom Dienstag, den 5. August, aus technischen Gründen erst heute. Bitte entschuldigen Sie, Heidi hat nicht bemerkt, daß keine Nachrichten vom Handy gesendet wurden. Sie kennen bestimmt auch jemanden, der nicht besonders flüssig mit neuer Technik umgeht. Ja, so ist Heidi, am liebsten nur telefonieren.

Die Tonaufnahme hier als Text

Hallo liebe Freunde, ich muss mal wieder berichten, hat meine Tochter gesagt. Ja, jetzt bin ich schon 5 Tage unterwegs und es kommt mir vor, wie 3 Wochen. Man erlebt so viel. Es ist wunderschön. So, eigentlich, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich bin jetzt in den deutschen Ländern gewesen, bei den Sorben, bei den Tschechen, Österreich, Slowakei, Ungarn, Serbien und heute in Montenegro gelandet. Die Menschen sind alle sowas von freundlich! Wir werden andauernd zum Essen und Trinken eingeladen und alle mit so viel Herz. Also es ist unwahrscheinlich. In Montenegro heute – die Leute haben noch nie einen Oldtimer gesehen. Die stehen davor, wie vor einem Ufo. Es gibt viele Leute, die deutsch sprechen, die im Urlaub sind bei ihren Eltern und in Deutschland arbeiten. Also ganz interessant, wen man alles so kennen lernt. Wetter ist super. Natürlich haben wir auch schon schlimme Unwetter erlebt, ein Abend in Ungarn. Budapest hat mir besonders gut gefallen. Das habe ich gar nicht gedacht, dass das so schön ist. Ja es geht immer weiter und weiter. Heute in den Bergen hat Hudo zwei mal gekocht. Naja, da mussten wir ihn abkühlen lassen. Aber er läuft sonst super. Alles ist schön. Morgen wollen wir nach Kosovo und die deutschen Soldaten dort besuchen. Ich habe nicht viel gesagt bisher, weil ich eine Journalistin neben mir habe, Sabine Klier, die für die B.Z. berichtet. Ich verweise also auf die B.Z., weil sie jede Stunde irgendwas erzählt. Alles mögliche, ich finde auch Details, die ich gar nicht berichten würde. Sie macht das so süß, es ist ganz toll. Es macht unheimlich viel Spaß. Es gibt überhaupt keine Differenzen und wir sind beide ganz glücklich. Sie ist dankbar, dass sie mich begleiten darf und macht ihren Job ganz toll. Ja, wie ich es mir vorgestellt habe, eine Traumreise! Gute Nacht.

Foto8-8-14