Monat: März 2016

Hotel Ferro Carril Puno

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Der Blick über Puno fasziniert uns. Nach einer längeren Fahrt immer weiter hinauf durch Serpentinen öffnen sich plötzlich die Felsen vor uns und geben uns den weiten Blick frei auf den Titicacasee und das davorgelagerte Puno.

Am 17 September 1928 schreibt Söderström: „Wir laden den Wagen ab und beziehen Quartier im Hotel „Ferro Carril“. Müssen hier in Puno bleiben, bis das neue Differenzial aus Deutschland kommt.“

Genau 2 Monate später am 17 November kommt endlich das ersehnte Ersatzteil. Solange mussten die beiden in diesem von ihnen bezeichneten Loch verbringen und die Zeit tot schlagen.

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das Einstige Hotel „Ferro Carril“ dient nun der Hochschule von Puno als Lehrveranstaltungsgebäude.

Das erste was Heidi und ich hier in Puno aufsuchen ist das „Hotel Ferro Carril“ direkt gegenüber vom historischen Bahnhof, an dem die beiden mit ihrem Adler von Arequipa angekommen sind.

Wir müssen leider feststellen, dass das Gebäude „Ferro Carril“ seit 7 Jahren kein Hotel mehr ist, sondern an die Hochschule verkauft wurde. Nun büffeln hier angehende Juristen.

1960 wurde es modernisiert und verlor in dem Zuge das originale Aussehen.

Ich treffe mich mit Herrn Passano, dem letzte Besitzer des Ferro Carrils, um mich näher über das Hotel zu informieren. Seine italienischen Großeltern Augustin und Cecilia gründeten das Hotel 1899. Bei Ihnen wohnten damals Clärenore und Axel. „Der Gastwirt und seine Frau waren gute und ehrliche Leute, hatten aber von Reihnlichkeit keine Ahnung. […] Das schönste war der Ausblick von unseren Zimmern auf den Titicacasee. Täglich gegen abend ballten sich schwarze Gewitterwolken über dem See zusammen und entluden sich in zuckenden Blitzen mit gewaltigen Donnerschlägen.“ So schrieb Clärenore in ihr Tagebuch.

lili

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Diesen Ausblick hatten Clärenore und Axel aus ihren Zimmerfenstern des Hoteles Ferrocarril im Jahre 1928
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Heute ist der Ausblick auf den Titicacasee durch ein großes Kaufhaus verbaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zitat 1: Söderströms Photo-Tagebuch 1927-1929/ Wolfgang Krüger Verlag/ 1981/ S.217
Zitat 2: Clärenore Stinnes/ Im Auto durch zwei Welten: Die erste Autofahrt einer Frau um die Welt 1927 bis 1929 /Promedia Verlag/ S.210

Bild: Ausblick auf den Titicacasee fotografiert von Axel Söderström. Bereitgestellt von Alexander Fischbach

Hudos Husten in Sicuani kurriert

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Hudo hatte schon seit einiger Zeit ein Leiden. Er mutierte schon fast zum Tracktor. Denn jede Beschleunigung begleitete ein lautes Klopfen im Motorraum. Der Plan bis La Paz weiterzufahren, um dort eine Werkstatt aufzusuchen, wurde uns  zu riskant, denn das Geräusch nahm immer mehr zu.

Heidi vermutete einen Lagerschaden. Es ist faszinierend, wie gut sie ihren Hudo kennt, und wie gut sie ihn immer wieder einschätzen kann.

Wir stehen nun in einem Werkstatthof, müssen über Lehmpfützen springen und suchen hier in Sicuani, einem kleinen Andenstädtchen einen Mechaniker der uns weiterhelfen kann. Auf diesem lehmigen Hinterhof stehen viele LKWs und Autos herrum, die auf eine Reparatur warten, oder gerade repariert werden. Unter manchen schauen jeweils ein paar Füße hervor. Hebebühnen oder andere moderne Werkzeuge gibt es hier nicht.

John der Werkstattmeister will uns helfen. Er ist sehr fleißig und befolgt Heidis gute Ratschläge, da er einen Hudson noch nie von unten gesehen hat. John und seine Helfer arbeiten schnell und zügig. sie liegen unter Hudo.

 

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An zwei Pleulen ist jeweils ein Schäufelchen abgebrochen. Heidi hat passende Ersatzteile dabei.

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In der Ölwanne findet zunächst Heidi einen der beiden vom Pleul abgebrochenen Schäufelchen. Die Suche nach dem zweiten blieb leider erfolglos. Doch seit dieser Notfallreperatur vor einigen Tagen in Sicuani  läuft Hudo problemlos.

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Am Ende der Reparatur schauen drei Paar Füße hervor, da die Ölwanne gefüllt mit Öl wieder montiert werden musste.

 

lili