Letzte Event-Updates

Zwischen zwei Kontinenten – Tonaufnahme

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Heidi und Hudo vor 3 Tagen, nähe Santiago, Chile

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Vielen Dank an Oliver! Nun haben wir endlich mal einen typischen Ausschnitt aus Heidi’s Alltag auf der Weltreise, den wir im Blog miterleben können.

 

Weiter durch Chile

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Heidi schreibt: Die erste kleine Ausfahrt hat Hudo bestens gemeistert. Vor allem habe ich seit langer Zeit mal wieder eine Bremse. Der Motor läuft super, anders als nach der Überholung in Charlotte USA. Da war ein Geräusch bei höherer Drehzahl. Das sei normal, wurde mir gesagt und würde nach der Einfahrzeit leiser werden. War aber nicht so. Im Moment bin ich überaus glücklich.

Marla fügt hinzu: Heidi’s GPS zeigt ihren Fortschritt durch Chile. Rund 4 Wochen wurde sie in Vina del Mar von den Mitgliedern des Club de Automoviles Antiguos betreut. Sie hat großes Glück, endlich wieder an Fachleute geraten zu sein. Gute Fahrt, aber bitte l a n g s a m, Heidi!

Weltkarte, erstellt von Hagen Jensen
Weltkarte, erstellt von Hagen Jensen

Rückschlag

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Hallo liebe Freunde,
bevor Ihr Euch zu früh freut :  ich bin zurück in Mendoza In der Werkstatt. Als ob ich es geahnt hätte. Alles lief wieder gut . Hudo schnurrte seidenweich. Ich hatte einen Termin bei einer großen Zeitung. Sie haben ein Interview  über die Reise und den Diebstahl mit mir geführt, in der Hoffnung, daß ich mein Tagebuch und Pass zurück  bekomme. Mit Hudo war ich nicht mehr alleine, er parkte vor der Hotel Tür und ich konnte ihn immer wieder streicheln und mit ihm an meiner SEITE, war ich wieder wer. Nachmittags verließ ich Mendoza, um wenigstens 100 Km zu schaffen. Aber nach 40 Km kam das mir nun
schon bekannte Geräusch wieder:  Lagerschaden. Sofort habe ich den Fahrbetrieb eingestellt und mich in die Werkstatt zurück schleppen lassen. Eines der Pleuellager, die ich aus Santiago mit dem Bus geholt hatte war die Einlage völlig zerrieben. Man kann die Babbitts hier in Argentinien und auch in Chile  nicht neu einlegen lasen. Und auch wenn, dann muss ich doch damit rechnen, daß die anderen Pleuel, die dasselbe schlechte Material haben, auch bald kaputt gehen.
Im Moment ist aus dem Genuss  der Reise  eine Qual geworden. Morgen kommt ein deutscher Student mit mir in  die Werkstatt zum Übersetzen.
Hoffentlich gibt es doch noch eine technische Lösung, aber für wie lange halte ich das noch durch? Ich wähnte mich heute schon fast in Chile,  da ist das billige Zimmer ohne Fenster keine Aufmunterung. Wenn ich dann an Clärenore Stinnes denke, muss ich aber dankbar sein, denn sie hat hier in der Nähe in einer Lehmhütte auf Stroh geschlafen.
Morgen ist ein neuer Tag, der 13.,  für mich eine Glückszahl.
Gute Nacht, bzw. Guten Morgen!
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Weiter auf die Nr.7 Richtung Santiago

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Hallo liebe Freunde,
nur schnell die freudige Nachricht, daß Hudo wieder sprechen kann. Er singt so schön und leise, wie seit langem nicht mehr. Aber ich mag das gar nicht mehr sagen, weil ich so oft, so positiv geschrieben habe und nach kurzer Zeit, standen wir schon wieder in der Werkstatt.
Da sich die Presse nicht für mich interessiert, fahre ich morgen weiter. Ich muß auch aus diesem Mendoza raus. Die Menschen sind hier sehr ernst, man hat das Gefühl, sie interessieren sich für nichts und sie haben alle große Probleme.
Meine Straße ist die Nr.7 Richtung Santiago. Aber wie kann es anders sein, der Winter ist eingezogen. Es ist kalt und morgen und übermorgen soll es schneien. Das ist nicht günstig für mich, wenn ich zum Christo Redentor fahren will. Aber stur, wie ich nun mal bin, werde ich es doch probieren.
Ich lasse es langsam angehen und habe ja ein Dach über dem Kopf.
So richtig freuen, kann ich mich nicht, daß Hudo nach 2 Wochen wieder startklar ist, der Schock mit dem Diebstahl sitzt wohl noch zu tief.
Gruß,
Heidi
Heidi Mendoza

 

Hotel Ferro Carril Puno

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Der Blick über Puno fasziniert uns. Nach einer längeren Fahrt immer weiter hinauf durch Serpentinen öffnen sich plötzlich die Felsen vor uns und geben uns den weiten Blick frei auf den Titicacasee und das davorgelagerte Puno.

Am 17 September 1928 schreibt Söderström: „Wir laden den Wagen ab und beziehen Quartier im Hotel „Ferro Carril“. Müssen hier in Puno bleiben, bis das neue Differenzial aus Deutschland kommt.“

Genau 2 Monate später am 17 November kommt endlich das ersehnte Ersatzteil. Solange mussten die beiden in diesem von ihnen bezeichneten Loch verbringen und die Zeit tot schlagen.

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das Einstige Hotel „Ferro Carril“ dient nun der Hochschule von Puno als Lehrveranstaltungsgebäude.

Das erste was Heidi und ich hier in Puno aufsuchen ist das „Hotel Ferro Carril“ direkt gegenüber vom historischen Bahnhof, an dem die beiden mit ihrem Adler von Arequipa angekommen sind.

Wir müssen leider feststellen, dass das Gebäude „Ferro Carril“ seit 7 Jahren kein Hotel mehr ist, sondern an die Hochschule verkauft wurde. Nun büffeln hier angehende Juristen.

1960 wurde es modernisiert und verlor in dem Zuge das originale Aussehen.

Ich treffe mich mit Herrn Passano, dem letzte Besitzer des Ferro Carrils, um mich näher über das Hotel zu informieren. Seine italienischen Großeltern Augustin und Cecilia gründeten das Hotel 1899. Bei Ihnen wohnten damals Clärenore und Axel. „Der Gastwirt und seine Frau waren gute und ehrliche Leute, hatten aber von Reihnlichkeit keine Ahnung. […] Das schönste war der Ausblick von unseren Zimmern auf den Titicacasee. Täglich gegen abend ballten sich schwarze Gewitterwolken über dem See zusammen und entluden sich in zuckenden Blitzen mit gewaltigen Donnerschlägen.“ So schrieb Clärenore in ihr Tagebuch.

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Diesen Ausblick hatten Clärenore und Axel aus ihren Zimmerfenstern des Hoteles Ferrocarril im Jahre 1928
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Heute ist der Ausblick auf den Titicacasee durch ein großes Kaufhaus verbaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zitat 1: Söderströms Photo-Tagebuch 1927-1929/ Wolfgang Krüger Verlag/ 1981/ S.217
Zitat 2: Clärenore Stinnes/ Im Auto durch zwei Welten: Die erste Autofahrt einer Frau um die Welt 1927 bis 1929 /Promedia Verlag/ S.210

Bild: Ausblick auf den Titicacasee fotografiert von Axel Söderström. Bereitgestellt von Alexander Fischbach