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Gendenkfeier / Memorial Service

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Heidi hat an den Ostertagen Ihre letzte Reise angetreten. Wir möchten gemeinsam ihrer gedenken.

Heidi departed on her last voyage on Easter Sunday. We will gather to remember her at a memorial service held on Thursday, May 9th at 10 a.m. at the Kaiser-Wilhelm-Memorial-Church in Berlin with her many friends, long-standing companions as well as all Berliners who loved her. For those of Heidi’s friends around the world we will upload a video of the service here on this website as soon as we can.
  
Am Donnerstag, 09. Mai 2019 um 10:00 Uhr findet eine Gedenkfeier in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Breitscheidplatz, 10789 Berlin statt. Dort haben Freunde, Weggefährten, Bekannte, alle die ihr Nahe standen, sowie die Berliner Öffentlichkeit die Möglichkeit, Heidi die letzte Ehre zu erweisen. Wer nicht anreisen kann, wird demnächst eine Aufzeichnung der Gedenkfeier hier sehen können.

Evangelische Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde Berlin

Auf Wunsch von Heidi bitten wir anstelle zugedachter Blumen und Kränze um eine Spende an das Projekt „Ferienlager für arme Kinder“ der F.R.I.T.Z. e.V. In lieu of flowers Heidi wished for donations to a particular charity, which allows poor children access to holiday camp.

Lions Clubhilfswerk Berlin-Meilenwerk
IBAN DE17 1009 0000 7420 7690 02
Verwendungszweck: Heidi Hetzer
 
In Gedenken, in loving memory,
Marla (Heidi’s Tochter / daughter) und Dylan (Heidi’s Sohn / son)

Traueranzeige

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Heidi war zuhause in ihrer Wohnung in Berlin als es geschah. Die genaue Todesursache ist nicht bekannt, aber alles deutet auf Altersschwäche (Herzinfarkt, Schlaganfall, o.ä).

Die Umstände ihres Todes sind auch lange nicht so wichtig wie die Ihres Lebens. Sie hat bewusst und öffentlich gelebt, so als wäre jeder Tag ihr letzter. Sie hat oft gesagt, dass jeder Tag ein Geschenk ist. In ihren letzten Telefonaten und Treffen mit Freunden war sie voller Energie, „top-fit“ sagen alle, und hatte wie immer viele Pläne.

Bis zuletzt hatte sie eine besondere Offenheit, eine Neugier auf das Fremde, und einen unerschütterlichen Glauben an das Gute im Menschen. Wir hatten sie sehr lieb und werden sie jeden Tag vermissen.

Die Beerdigung findet im engsten Familienkreis statt, aber wir versprechen, mittelfristig allen eine Gelegenheit zur gemeinsamen Würdigung zu bieten.

Im oben genannten Spendenkonto handelt es sich um Frauenprojekt in Kenia. Heidi hat in ihrem Instagram Beitrag am 18. Januar diesen Jahres die Absicht bekundet, dieses Projekt zu unterstützen. Dazu ist sie nicht mehr gekommen. Der deutsche Freundeskreis Umoja e.V. widmet sich diesem Projekt.

Tochter Marla und Sohn Dylan

Spotti angeschaltet

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Lieber Heidi Freundeskreis,

der GPS Tracker ist eingeschaltet. Heidi reist im Geländewagen von Ägypten nach Südafrika. Wer mag, darf sie wieder verfolgen.

https://share.findmespot.com/shared/faces/viewspots.jsp?glId=0bXgeYeApYR0yJjZ9oBaCFKNzaqqPaH2a

Aber wenn mal nichts gesendet wird, macht euch keine Sorgen, meist ist nur der Akku alle oder Heidi gefällt es irgendwo so sehr, daß sie eine Woche bleibt. Keine Panik!

Berichterstattung über instagram.com/heidihetzer

In 2 Wochen geht’s los nach Afrika

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Hallo Freunde, in letzter Zeit war ich fleißig auf Buchtour durch Deutschland unterwegs und nun kommt die Belohnung – Ich darf wieder los! Der GPS-Tracker („Spotti“) läuft wieder mit, falls ihr mich orten möchtet. Im NDR lief kürzlich ein kurzer Bericht, in dem ihr meine neue Begleiterin, die „Pink Lady“ sehen könnt. Sie ist übrigens schon auf dem Seeweg vorgefahren. Ich treffe sie in Anfang November in Ägypten. Wenn es das Internet erlaubt werde ich Fotos in Instagram posten, die ihr über diese Seite oder direkt in Instagram sehen könnt. Vielen Dank für eure Ermunterungen, sie machen mir Mut!

Hier der Link zur Sendung „Hallo Niedersachsen“:  http://mediandr-a.akamaihd.net/progressive/2018/1023/TV-20181023-1955-0700.hd.mp4

„Ungebremst Leben“ Interview im rbb

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Hallo Freunde, es gab kürzlich ein Interview im rbb. Vielleicht habt ihr Lust, es nachträglich in der Mediathek anzusehen. Viel Spaß!

VERSCHOBEN! Mein Buch erscheint später! am 10. September

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Ergänzung: Verzögerung, nun aber ein fester Termin.

Die Buchpräsentation und erste Lesung findet eine Woche später, , am 17.9.2018 im Mercure Hotel MOA in Berlin statt. Beginn 19:30 Uhr, Eintritt 10,00 €. Anmeldung/Ticket per Email bei Paolo Masaracchia bestellen oder die Rezeption im MOA anrufen.

Ich freue mich auf Euch, eure Heidi


Fleissig, Fleissig, Fleissig bin ich gewesen. Zusammen mit meinem Co-Author Marc Bielefeld habe ich die Weltreise und meine private Geschichte in ein Buch gefasst. Ihr könnt mir glauben, daß ich froh bin, wieder nach vorne blicken zu dürfen!

„Ungebremst leben“ – Wie ich mit 77 Jahren die Freiheit suchte und einfach losfuhr.

Jetzt schon zur Vorbestellung freigegeben, solltet ihr es bei Interesse am besten beim örtlichen Buchhändler bestellen. Es geht natürlich auch online, z.B. hier bei Buch7.de

Meine nächste Fahrt ist übrigens schon geplant. Es geht durch Afrika, von Nord nach Süd, allerdings diesmal mit einem wüstentauglichen Toyota Youngtimer. Werkstätten sollen bei dieser Fahrt nicht auf dem Programm stehen!

Eure Heidi

ZDF „Menschen 2017“ mit Hudo und Heidi

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Liebe Heidi-um-die-Welt Fans,

leider habt ihr lange nichts gehört aber wie ihr euch denken könnt hat sich Heidi seit ihrer Rückkehr nicht auf die faule Haut gelegt. Es gab viel zu tun: Oldtimer Shows, Vorträge,  Enkelkinder und selbstverständlich auch neue Reiseplanungen. Nur Hudo hatte ein wenig Langeweile. Damit ist Schluß, denn diesen Donnerstag darf er wieder Gas geben – im Fernsehen!

Donnerstag, den 21.12.2017 um 22:15 Uhr bei Markus Lanz im ZDF

Bildschirmfoto 2017-12-18 um 10.43.01.png

Sondersendung „Auf Müllers Sofa“ am Sonntag, 9. Juli, um 11 Uhr

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Neulich gab ich mal wieder ein Interview. Wer mag, hört rein!

Auf Müllers Sofa

SONDERSENDUNG !!!

Am Sonntag, 9. Juli 2017, geht eine Sondersendung von „Auf Müllers Sofa“ über den Sender von Radio Tonkuhle!

Zu Gast ist die Berlinerin Heidi Hetzer, die mit fast 80 Jahren in einem Oldtimer über 2 Jahre um die Welt gefahren ist. Dabei hat sie 84.500 km zurückgelegt und alle Kontinente bereist. Hier ihre Reiseroute:

Da gibt es natürlich viel zu berichten… und deshalb habe ich daraus eine zweistündige Sendung gemacht. Lehnen Sie sich zurück und folgen Heidi Hetzer um die Welt!

Mit dem Sofa um die Welt – das gibt es nur auf Radio Tonkuhle aus Hildesheim!

Viel Vergnügen dabei wünscht

Der Mann auf dem Sofa

Ursprünglichen Post anzeigen

Talkshowauftritt: Heidi bei Markus Lanz

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https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-18-mai-2017-100.html


Wer Lust hat kann Heidi am Donnerstag, den 18.5. ab 23:15 Uhr im ZDF sehen.  Drücken wir ihr die Daumen – Viel Glück Heidi !

Letzte Etappe: von Paris nach Berlin

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88 Jahre Zeitgeschichte liegt zwischen den Fotos. Ich bin froh, dass wir das Hotel/ Restaurant gefunden haben, in dem Clärenore abgestiegen ist, als sie über Le Havre nach Europa kam.

Heidi Hetzer 2017
Heidi Hetzer 2017, Paris

 

Clärenore Stinnes 1929
Clärenore Stinnes 1929, Paris

Wie geht’s weiter, mit Heidis Reise?

Am Freitag, den 3. März kann man Heidi und Hudo  von 10:45 bis 11:30 Uhr am Kölner Rathaus antreffen. Am Samstag fährt sie zum 29. Rüsselsheimer Autoteilemarkt. Dann trifft sie sich hier und dort mit Freunden, bevor sie am 12. März endlich wieder nach Berlin einfährt (Treffpunkt 14:30 Uhr am Olympischen Platz vor dem Olympia Stadion).

 

Äquator überquert: Kompass springt von S auf N

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heidi-heuteÜber die Satellitenkommunikation der Golden Karoo kam am 21. Januar eine Nachricht von Heidi. Sie schreibt uns:

Heute ist ein denkwürdiger Tag.

Clärenore wäre 116 Jahre alt geworden.
Heidi hat vor einem Jahr die Krebs OP überstanden und ist kerngesund.

Der Schiffsmotor ist zur Probe ausgeschaltet worden, wir sind nur noch mit 2 kn dahingeschliddert, und wieder angesprungen, und wir fahren wieder mit 14,2 kn. Seit einer Woche nicht ein Schiff gesehen.

Alarm, alle in die Boote. Schwimmweste an, ein heilloses Durcheinander.

Barbecue, um Punkt 18:30 Uhr zu Beginn, fängt es an in Strömen zu gießen. Schnell haben die Matrosen eine Plane über das Deck gezogen, die aber bald zerriss. Damit fiel der Grillabend ins Wasser. Bei dieser Aktion ist Spotti aus Versehen mit abgedeckt worden. Nach einigen Gläsern Wodka (die Mannschaft besteht nur aus Polen) habe ich keinen Rundgang mehr gemacht. So ist Spotti wohl irgendwann ausgegangen. Ich habe es erst am Morgen festgestellt und bitte um Entschuldigung.

Zeitumstellung auf der Golden Karoo, es war ja nicht mehr zum aushalten, morgens um 8:30 Uhr geht endlich die Sonne auf. Früstueck um 7:30 Uhr im Dunkeln.

Langsam passen wir uns Europa an. Noch eine Woche kann ich an der Reling im Tshirt stehen bei 32 Grad. Im Schiff ist es kalt, dank der Klimaanlage. Aber draußen ist es herrlich warm. Die Sonne brennt und es sind 32 Grad im Schatten. Wie lange wohl noch, in 4 Tagen sind wir auf der Höhe von Dakar.In Vigo wird mich wohl der Schock treffen. In Walvis Bay hat mir der Rallyefahrer eine Firmenjacke geschenkt. Damit kann ich überleben.

Der Äquator ist am 20.1. um 15:57 Uhr überquert worden, es hat nicht gerumpelt, aber auf mein Bitten hin, ein kurzes Signal. Der Kompass ist von S auf N umgesprungen und zählt hoch anstatt runter. Ich wollte eine Flaschenpost senden, ist aber verboten.

Halbzeit und 11:30 Uhr ist Mahlzeit. Wie ihr seht ist es aufregend auf See. Steuerbordseite, grün, sollte ein Schiff auftauchen, war aber nicht zu sehen.

Ansonsten ist noch erwähnenswert, dass wir abends alles verdunkeln müssen, damit die Piraten uns nicht sehen. Es hat gestern eine Attacke auf ein Schiff in unserer Nähe gegeben, an der Elfenbeinküste. Hinter dem Äquator herrschen nun andere Wind- und Strömungsverhältnisse. Wir fahren nur noch mit 12 kn.

Der Pilot sagt, dass wir am 29.1. abends in Vigo anlegen. Super, da kann ich gleich am Montag Morgen loslegen.

Rückkehr nach Europa nach über 2 Jahren

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Heidi und Hudo verlassen demnächst Afrika, und zwar mit dem Containerschiff Golden Karoo. Mit diesem Link

http://www.marinetraffic.com/en/ais/home/centerx:17.9791/centery:-33.49905/zoom:8/mmsi:538090452/shipid:716148

kann man die Fahrt verfolgen. Ab Ende Januar gehts durch Spanien und Frankreich (vielleicht Portugal) in Richtung Heimat. Die Route steht noch nicht fest. Wen kann Heidi auf dem Weg besuchen? Gibt es Ideen, Kontakte? Unterwegs mit dem Frachtschiff wird Heidi kein Internet empfangen, aber ab Vigo ist sie wieder online. Man kann ihr unter meet.heidi.along.the.way@gmail.com direkt schreiben oder ein Kommentar hinterlassen.

golden-karoo

Clärenore Stinnes – wer kennt sie noch nicht?

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Heidi wurde inspiriert durch und fährt auf den Spuren der zähen Abenteurerin Clärenore Stinnes. Wer ihre Geschichte noch nicht kennt, hier ein interessanter Bericht.

Wie geht’s Heidi in Südafrika ?

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seapointHeidi schreibt uns nicht immer, aber wer direkt fragt, bekommt auch eine Antwort. Alexander schrieb ihr und bekam diese:

„Danke, Alexander, daß DU wenigstens verstehst, daß ich nur mit Hudo und nur von Westen nach Berlin zurück kehre. Ja, es geht mir sehr gut. Wem ist es schon vergönnt jeden Tag den Tafelberg live vor Augen zu haben. Wenn morgens mal nicht die Sonne scheint, dann spätestens mittags. Aber da erst Frühling ist, braucht man immer noch ein Jäckchen. Aber ich bin nicht glücklich. Ich schwirre so im luftleeren Raum herum und komme nirgends an. Ich habe ein Bett, aber kein Zuhause. Ich habe viele Freunde und Bekannte, aber nicht meine Familie und besten, langjährigen Freunde. Ich habe keine Arbeit die mich mein Leben lang erfüllt hat, nur hier und da Handlangerarbeiten. Der Sinn meiner Weltreise ist etwas vernebelt, denn es sollte jeden Tag vorangehen, wie bei einer Rallye, jetzt bin ich schon längst adW, aus der Wertung. Ich kann nicht Urlaub machen, weil ich innerlich nicht frei bin. Könntest Du Urlaub machen und Dich amüsieren, Alexander, wenn Deine Frau neben Dir schwer krank ist? Ich weiß, das ist ein übertriebener Vergleich, aber mir geht es so. Zwillinge sind so. Aber nun zu Deinen Vorschlägen. Der Reservemotor ist im letzten Jahr in Melbourne, Ferntree Gully von Mikel Martin und seinem Freund Colin astrein überholt worden. Ich habe nie auf ihn zurück gegriffen, weil ich im Hinterstübchen immer „Afrika“ das große Ungewisse hatte. Nun ist es soweit. Der Motor ist schon in Johannesburg, kommt aber nicht durch den Zoll, weil er gebraucht ist. Man möchte nur neu, so wie in Japan. Das dauert jetzt halt noch ein bisschen und es ist schade, weil im Moment so schöne Veranstaltungen sind an denen ich mit Hudo teilnehmen könnte. Und das Wetter in Namibia und Botswana noch nicht zu heiß ist. Aber ich bin ja Kummer gewohnt. Wenn ich denn dann für 3 Monate gen Norden fahre, wird der andere Motor mit neuen Kolben aus USA fachgerecht repariert und das, höre und staune, in AFRIKA, wo die Chilenen gesagt haben, da hilft Dir keiner mehr. Haha. Ich nehme dann beide Motoren im Container nach Spanien mit und lasse einen bei einem netten Opel Kollegen in Vigo.“

Wollt ihr Heidi auch schreiben? Benutzt das öffentliche „Kommentieren und Diskutieren“. Es wird garantiert von unserer Weltreisenden gelesen. Wer mag, bleibt anonym.

Heidi und Hudo vor 3 Tagen, nähe Santiago, Chile

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Vielen Dank an Oliver! Nun haben wir endlich mal einen typischen Ausschnitt aus Heidi’s Alltag auf der Weltreise, den wir im Blog miterleben können.

 

Weiter durch Chile

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Heidi schreibt: Die erste kleine Ausfahrt hat Hudo bestens gemeistert. Vor allem habe ich seit langer Zeit mal wieder eine Bremse. Der Motor läuft super, anders als nach der Überholung in Charlotte USA. Da war ein Geräusch bei höherer Drehzahl. Das sei normal, wurde mir gesagt und würde nach der Einfahrzeit leiser werden. War aber nicht so. Im Moment bin ich überaus glücklich.

Marla fügt hinzu: Heidi’s GPS zeigt ihren Fortschritt durch Chile. Rund 4 Wochen wurde sie in Vina del Mar von den Mitgliedern des Club de Automoviles Antiguos betreut. Sie hat großes Glück, endlich wieder an Fachleute geraten zu sein. Gute Fahrt, aber bitte l a n g s a m, Heidi!

Weltkarte, erstellt von Hagen Jensen
Weltkarte, erstellt von Hagen Jensen

Rückschlag

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Hallo liebe Freunde,
bevor Ihr Euch zu früh freut :  ich bin zurück in Mendoza In der Werkstatt. Als ob ich es geahnt hätte. Alles lief wieder gut . Hudo schnurrte seidenweich. Ich hatte einen Termin bei einer großen Zeitung. Sie haben ein Interview  über die Reise und den Diebstahl mit mir geführt, in der Hoffnung, daß ich mein Tagebuch und Pass zurück  bekomme. Mit Hudo war ich nicht mehr alleine, er parkte vor der Hotel Tür und ich konnte ihn immer wieder streicheln und mit ihm an meiner SEITE, war ich wieder wer. Nachmittags verließ ich Mendoza, um wenigstens 100 Km zu schaffen. Aber nach 40 Km kam das mir nun
schon bekannte Geräusch wieder:  Lagerschaden. Sofort habe ich den Fahrbetrieb eingestellt und mich in die Werkstatt zurück schleppen lassen. Eines der Pleuellager, die ich aus Santiago mit dem Bus geholt hatte war die Einlage völlig zerrieben. Man kann die Babbitts hier in Argentinien und auch in Chile  nicht neu einlegen lasen. Und auch wenn, dann muss ich doch damit rechnen, daß die anderen Pleuel, die dasselbe schlechte Material haben, auch bald kaputt gehen.
Im Moment ist aus dem Genuss  der Reise  eine Qual geworden. Morgen kommt ein deutscher Student mit mir in  die Werkstatt zum Übersetzen.
Hoffentlich gibt es doch noch eine technische Lösung, aber für wie lange halte ich das noch durch? Ich wähnte mich heute schon fast in Chile,  da ist das billige Zimmer ohne Fenster keine Aufmunterung. Wenn ich dann an Clärenore Stinnes denke, muss ich aber dankbar sein, denn sie hat hier in der Nähe in einer Lehmhütte auf Stroh geschlafen.
Morgen ist ein neuer Tag, der 13.,  für mich eine Glückszahl.
Gute Nacht, bzw. Guten Morgen!
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Weiter auf die Nr.7 Richtung Santiago

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Hallo liebe Freunde,
nur schnell die freudige Nachricht, daß Hudo wieder sprechen kann. Er singt so schön und leise, wie seit langem nicht mehr. Aber ich mag das gar nicht mehr sagen, weil ich so oft, so positiv geschrieben habe und nach kurzer Zeit, standen wir schon wieder in der Werkstatt.
Da sich die Presse nicht für mich interessiert, fahre ich morgen weiter. Ich muß auch aus diesem Mendoza raus. Die Menschen sind hier sehr ernst, man hat das Gefühl, sie interessieren sich für nichts und sie haben alle große Probleme.
Meine Straße ist die Nr.7 Richtung Santiago. Aber wie kann es anders sein, der Winter ist eingezogen. Es ist kalt und morgen und übermorgen soll es schneien. Das ist nicht günstig für mich, wenn ich zum Christo Redentor fahren will. Aber stur, wie ich nun mal bin, werde ich es doch probieren.
Ich lasse es langsam angehen und habe ja ein Dach über dem Kopf.
So richtig freuen, kann ich mich nicht, daß Hudo nach 2 Wochen wieder startklar ist, der Schock mit dem Diebstahl sitzt wohl noch zu tief.
Gruß,
Heidi
Heidi Mendoza

 

Hotel Ferro Carril Puno

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Der Blick über Puno fasziniert uns. Nach einer längeren Fahrt immer weiter hinauf durch Serpentinen öffnen sich plötzlich die Felsen vor uns und geben uns den weiten Blick frei auf den Titicacasee und das davorgelagerte Puno.

Am 17 September 1928 schreibt Söderström: „Wir laden den Wagen ab und beziehen Quartier im Hotel „Ferro Carril“. Müssen hier in Puno bleiben, bis das neue Differenzial aus Deutschland kommt.“

Genau 2 Monate später am 17 November kommt endlich das ersehnte Ersatzteil. Solange mussten die beiden in diesem von ihnen bezeichneten Loch verbringen und die Zeit tot schlagen.

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das Einstige Hotel „Ferro Carril“ dient nun der Hochschule von Puno als Lehrveranstaltungsgebäude.

Das erste was Heidi und ich hier in Puno aufsuchen ist das „Hotel Ferro Carril“ direkt gegenüber vom historischen Bahnhof, an dem die beiden mit ihrem Adler von Arequipa angekommen sind.

Wir müssen leider feststellen, dass das Gebäude „Ferro Carril“ seit 7 Jahren kein Hotel mehr ist, sondern an die Hochschule verkauft wurde. Nun büffeln hier angehende Juristen.

1960 wurde es modernisiert und verlor in dem Zuge das originale Aussehen.

Ich treffe mich mit Herrn Passano, dem letzte Besitzer des Ferro Carrils, um mich näher über das Hotel zu informieren. Seine italienischen Großeltern Augustin und Cecilia gründeten das Hotel 1899. Bei Ihnen wohnten damals Clärenore und Axel. „Der Gastwirt und seine Frau waren gute und ehrliche Leute, hatten aber von Reihnlichkeit keine Ahnung. […] Das schönste war der Ausblick von unseren Zimmern auf den Titicacasee. Täglich gegen abend ballten sich schwarze Gewitterwolken über dem See zusammen und entluden sich in zuckenden Blitzen mit gewaltigen Donnerschlägen.“ So schrieb Clärenore in ihr Tagebuch.

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Diesen Ausblick hatten Clärenore und Axel aus ihren Zimmerfenstern des Hoteles Ferrocarril im Jahre 1928

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Heute ist der Ausblick auf den Titicacasee durch ein großes Kaufhaus verbaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zitat 1: Söderströms Photo-Tagebuch 1927-1929/ Wolfgang Krüger Verlag/ 1981/ S.217
Zitat 2: Clärenore Stinnes/ Im Auto durch zwei Welten: Die erste Autofahrt einer Frau um die Welt 1927 bis 1929 /Promedia Verlag/ S.210

Bild: Ausblick auf den Titicacasee fotografiert von Axel Söderström. Bereitgestellt von Alexander Fischbach