Letzte Event-Updates

The Accident

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Wie ist das passiert? Hoffentlich bekommen wir einen Audiobericht. Jetzt nur eine Kurzbeschreibung. Heidi war wohl unter dem Auto auf der Suche nach einem Ölleck, das sie sei einiger Zeit stört. Hudo war auf einer Hebebühne, der Motor lief. Heidi’s Lappen verfing sich im Motor, die Hand wurde mitgezogen. Heidi hat ihren Arm schnell zurück gezogen. Es hätte noch schlimmer kommen können.

Ich weiß nicht, wie sie das alles noch für uns fotografisch dokumentieren und später mit Texten versehen konnte, aber so ist sie. Sicherlich wird der Anblick ihrer Hand in Zukunft keine Freude sein. Das wird hart. Aber Heidi kann sich jetzt schon vorstellen, stilvoll den Handschuh wieder als Accessoire in Mode zu bringen.

Wie geht’s weiter? Ein Kanadischer Bekannter begleitet sie die nächsten Tage. Ich hoffe er sitzt am Steuer. Sie wollen vielleicht dieses Wochenende noch die Niagara Fälle besuchen. Danach fliegt mein Bruder Dylan rüber und begleitet Heidi noch etwa eine Woche, bis Boston. Von dort läuft alles weiter wie geplant. Ostküste runter nach Florida, vielleicht Kuba. Wenn nicht Kuba, dann Miami nach Lima auf einem Containerschiff, ohne Mexiko und Mittelamerika. Das ist zwar traurig, aber bestimmt vernünftig.

Vielen Dank natürlich an alle für die lieben Worte. Heidi ist eine sehr starke Person. Eine Umarmung von ihrem Sohn und ist bestimmt wieder toppfit!
Marla, Heidis Tochter

25. Todestag Clärenore Stinnes

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  Heute am 07. September 2015 jährt sich zum 25. Mal der Todestag von Clärenore Stinnes. Der WDR und viele weitere Sender sendeten ein Zeitzeichen. 

Hier ist der Link: http://www.wdr5.de/sendungen/zeitzeichen/claerenore-stinnes-rennfahrerin-104.html

Heidi geht es gut. Sie ist unermüdlich im Einsatz, um uns mit ihren Fotos teilhaben zu lassen. Siehe Beweisfoto „No Parking“. 

TV-Bericht und eine Stinnes Ausstellung

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AKTUELL: das Museum im Spital in Grünberg (Hessen) zeigt vom 16. August 2015 - 01. November 2015 die Ausstellung zu Clärenore Stinnes.
AKTUELL: das Museum im Spital in Grünberg (Hessen) zeigt vom
16. August 2015 – 01. November 2015 die Ausstellung zu Clärenore Stinnes.

Das Kanadische Fernsehen hat Heidi an ihrem Zwangsstop in der Werkstatt besucht. Zeit hat sie ja, während sie auf Teilelieferungen wartet. Hier ein Link CTV Winnipeg: Woman, 78, travels world in antique

Das Radio war auch da. Hier ein Link CBC Radio zum 8-minütigen Interview.

Heidi hat also keine lange Weile, obwohl die Wartezeit ärgerlich ist. Sie muss nun Chicago auslassen und ostwärts fahren. Erfreulicherweise erwarten sie an der Ostküste der USA viele Verwandte und neue Bekannte, denn die Oldtimer Szene in USA hat Heidi entdeckt und nun hagelt es Einladungen von Montreal bis Miami.

Siehe auch links, die Fräulein Stinnes Ausstellung in Grünberg, Hessen. Bitte besuchen!

Breakdown im Niemandsland

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Hallo liebe Freunde,ich wollte sicher sein, was ich Euch schreibe, darum mußte ich einen Tag die Hände still halten und abwarten.

Nun kann ich Euch beruhigen: ich bin nicht verhaftet worden, auch nicht entführt, auch nicht schlafen gegangen und am Spotti sind auch nicht die Batterien leer. A b e r    e s    s t i m m t  e t w a s   n i c h t.

Folgendes: 2 Km vor der Grenze nach USA von Canada aus kommend, fing Hundo plötzlich an zu qualmen. Alles Mögliche schieß mir durch den Kopf, ich hatte gerade einen Ölwechsel gemacht in Morden, ca. 50 Km vorher. Ich hatte noch Kanadische Dollar und vertraue den Mechanikern mehr, als den Amis, die sich nicht an Hudo heranwagen, wegen Angst, ich verklage sie. Also Reifenwechsel vorne rechts und abschmieren und catshtank überprüfen. Wir rollen, weiß qualmend , aus Canada raus und der Motor geht aus. Ich rolle noch in einen Seitenweg und das war es dann. Ich fing an zu basteln bis der US Zoll (eine Frau) kam und fragte. Sie brachte mir 2 Eimer mit Wasser, dann kam eine 2. Polizistin , dann ein Polizist. Man bat mich in das Abfertigungsgebäude und wollte den AAA oder einen Abschleppdienst rufen. Auf jeden Fall muß ich von dem Standort weg. Ich muß mich entscheiden in welche Richtung ich will. Ich will lieber zurück nach Canada. Ich habe dort mehr vertrauen zu den Mechanikern. So mußte ich erst mit dem Canadischen Zoll verhandeln, aber USA hat dabei geholfen, weil ich ja noch nicht durch die Schranke war. Dann haben mich 3 US Zöllner ca. 100 Meter zurück auf Kanadisches Gebiet geschoben, dann meinen Paß vorzeigen und dann haben 3 Kanadische Zöllner mich weiter unter ein Dach geschoben, da hat sich dann wohl der Spotti von selbst abgeschaltet.(kein Satelit) So da stand ich nun und traute mich nicht mehr zu starten, da vorne und hinten überall Wasser raus lief. Und nun kommt mein viritueller Beifahrer ins Spiel, Svend Anderson, der mich in Vancouver, bei der indischen Niinu, gefunden hat, hat mich auf meiner gesamten Strecke durch Canada, 10 Tage lang betreut. Er hat mir per Email und per Telefon Fahrtrouten vorgeschlagen, Übernachtungsmöglichkeiten abgesprochen und reserviert, Restaurants und Besichtigungen vorgeschlagen. Ich hatte sozusagen ein betreutes Fahren. Ich habe diesen virtuellen Beifahrer sehr genossen, das war genau das, was ich mir von einem Beifahrer erhofft hatte, jemanden der während der Fahrt etwas ausarbeiten kann. Aber zurück an die Grenze. Svend hat einen Abschleppdienst gefunden und der kam nach einer Stunde und fuhr mich 2 Km um die Ecke nach Emerson für 120,— US Dollar. Die Werkstatt hatte um 22 Uhr sogar noch auf, weil Rob am Montag immer Nachtschicht macht. Wir waren uns leider ziemlich schnell einig, es muß die Zylinderkopfdichtung kaputt sein.

Unter Hudo war Mayonnaise, der mir nun schon bekannte Öl mit Wasser vermischte Brei. Rob meinte, kein Problem, Vater kennt sich damit aus. Am nächsten Morgen war Vater Frank da und man merkte, er kennt alte Autos. Wir haben Beide telefoniert, bis ich die Dichtungen bei Carl Weber in Massachusetts gefunden hatte für einen akzeptablen Preis. Dann haben wir erst die Zylinderköpfe abgeschraubt und mit Erschütterung den Schaden begutachtet. Alle Zylinder voller Wasser. Gut, daß ich einen Zylinderkopf von dem alten Motor, der in Ferntree Gully, Australien gewechselt wurde, mitgeschleppt habe. Jetzt brauchen wir ihn und Frank ist ganz begeistert, daß ich so etwas im Gepäck habe. Er erzählt es jedem Besucher, denn inzwischen hat es sich bei den 670 Einwohnern von Emerson herumgesprochen, daß da eine alte Frau um die Welt fährt.

Um 17 Uhr ist totenstill. Kein Auto, kein Mensch, nichts , so einsam war ich in meinem Leben noch nicht. Beängstigend. Kein anderer Gast im Motel, kein Tourist auf dem Campingplatz. Aber Hudo nebenan in der Garage Nr. 1. Ich kann ihn durch einen Fensterspalt sehen. Nun warten wir morgen auf Fedex und vielleicht kann ich dann morgen auch noch weiter fahren. Ich habe wieder 3 Tage verloren und ein paar Verabredungen kann ich nicht einhalten. Deswegen möchte ich keine Termine, weil ich mich nicht auf Hudo verlassen kann. Aber er überrascht mich immer wieder, warum er nun gerade zwischen den beiden Ländern stehen bleibt. Offensichtlich will er nicht nach USA, in seine Heimat zurück.

Auf meinem Kalender steht: Genieße Mensch die Jahreszeiten,

sie können Ebbe sein, auch Flut;

das Leben ist wie Gezeiten,

`mal geht’s dir schlecht,

dann wieder gut.
Morgen ist ein neuer Tag, packen wir ihn fröhlich an,dann wird auch alles wieder gut. Alles Gute, Eure Heidi.

Heidi und Hudo in Oregon, USA

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Bericht von Gudrun Berg

Was eine Hitzewelle ist, erleben ja zur Zeit alle in Berlin und wohl in ganz Europa. Wie viel Spaß man bei der Hitze beim Autofahren hat, kann jeder für sich entscheiden. Wohl dem, der eine Klimaanlage im Auto hat und hier und da ein schattiges Plätzchen für eine Pause findet. Weder das Eine noch das Andere ist Heidi und Hudo vergönnt.
<br />Wir sind ein Stück Weg gemeinsam gefahren – von Pendleton nach Portland – quer durch Oregon entlang dem Columbia River. Heidi in ihrer Abenteuer-Version, ich in der Luxus-Version.
<br />Beim Treffen in Pendleton war schnell klar, Heidi bevorzugt den KOA-Zeltplatz (wirklich gut geführt). Ich hingegen muß ins Hotel, da ich kein Zelt dabei habe. Das Hotel ist in Laufnähe und obendrein ein Holiday Inn (mein Favorit). Geübt und in kurzer Zeit hat Heidi ihr Zelt aufgebaut. Helfen darf ich nicht, aber filmen. Noch schnell einchecken im Hotel – Heidi wird für morgen zum Frühstück eingeladen – dann geht’s in die Stadt. Es ist eine urige Westernstadt mit berühmten Rodeos im September. In einem ebenso urigen Restaurant gibt es Steak und kühles Bier. Die Abendstunden sind erholsam, darum genießen wir sie lange.
<br />Am Morgen beginnt die Routine bei Heidi – Zelt abbauen und Hudo versorgen. Hudo bekommt überall frisches Wasser – Kühler, Speichen, Ölstand messen, Karte falten, Technik bereitlegen. Wichtigstes Utensil ist das Tablet. Erst wenn Hudo versorgt ist, kommt Heidi dran. Wir frühstücken gemeinsam, machen ein Foto vor dem Hotel für einen Freund, dann geht es los.
<br />Weiter auf der Interstate 84 West. Das Sonnenlicht ist gleißend hell. Die Hitze läßt die Luft flirren. Heidi bekommt die Hitze von allen Seiten, auch vom Motor ohne Klimaanlage! Das ist wie Grubenarbeit – Schwerstarbeit. Ich sitze mit schlechtem Gewissen in meinem klimatisierten Mietwagen, und mir ist warm. Die Hoffnung, daß wir Schatten haben, wenn wir den Fluß erreichen, erfüllt sich nicht. Aber nur alleine der Anblick von Wasser tut schon gut. Vor uns viel Rauch – ein riesiges Buschfeuer. Ich lerne, wie Heidi ihre tollen Fotos macht. Beim Fahren, dann schwenkt sie beidseitig aus, oder sie hält einfach am Rand an.
<br />Tankstellen-Stopp: Hudo bekommt Benzin und Wasser, die Kanister werden nachgefüllt. Sie sind leer von den Zwischenstopps. Wir biegen nach Süden ab zum Mt. Hood, dem 2.höchsten Berg der USA. Hier ist es grün, aber nicht schattig. Vor uns die schneebedeckte Bergspitze. Langsam krabbeln wir höher. Vor mir sehe ich, daß Hudo tropft. Sofort hält ein Biker und nennt eine Werkstatt wenige Meilen zurück. Wie spät ist es? Na ja, wir müssen uns beeilen, sonst machen die zu – es ist Freitag! Heidi hat inzwischen einen großen Erfahrungsschatz, einen Instinkt zum Weiterkommen. Die Männer von der Tankstellen-Werkstatt sind etwas überfordert mit Hudo. Sie rufen einen jung gebliebenen 83jährigen. Sein erstes Auto war ein Hudson. Heidi macht gemeinsam mit ihm Hudo wieder flott. Wenn anfangs der Frauenfaktor anklang, waren die Männer am Ende voller Respekt und sahen ihre Arbeit als Kavaliersgeste. Heidi will weiter und nimmt sich nicht mal Zeit zum Hände waschen.
<br />Wir erklimmen den Scheitelpunkt der Straße und kommen in schattige Waldgebiete. Hudo und Heidi haben plötzlich Spaß auf der kurvenreichen Straße bei etwas besseren Temperaturen. Ich sehe den beiden die Freude von hinten an und muß achtgeben, daß sie mir nicht abhauen. Es ist Ferienzeit und Wochenende. Wir irren umher um ein Hotel zu finden, was lange dauert. Heidi beginnt sofort mit der Abend-Routine – Bilder beschriften und versenden, Mails lesen und schicken, mit der Familie reden. Sie hat ein enormes Pflichtgefühl allen gegenüber denen, die an ihrem Abenteuer teilhaben wollen. Außer ein Eis auf der Fruchtfarm haben wir nichts gegessen. Ich gehe in die Bar. Da gibt es bestimmt eine kleine Karte. Ansonsten tut es um diese Stunde einfach auch ein Schlaftrunk. Chili-Dip und Nachos, dazu ein Bier, das reicht. Heidi kommt nach und wir reden noch. Über dieses Land, die Weiterreise nach USA, Hudos Leistungsfähigkeit und über den Blog. Warum es so still geworden ist.
<br />Heidi und Hudo sind eine Einheit geworden. Heidi’s Sinne haben sich auf ihn eingestellt. Ihre Abläufe sind Fahren, Versorgen, Fotografieren, Berichten. Zu mehr reicht der Tag nicht aus. Sie ist alleine, manchmal auch bestimmt einsam. Tausende Gedanken kommen auf, aber niemand gibt Antwort. Darum hat sie so viel Freude am Kennenlernen der Menschen, die ihr begegnen, und Hudo ist da ein guter Mittler.
<br />Am nächsten Morgen gehen wir beide wieder auf den Highway –ich nach Süden, Heidi nach Norde, jedoch nicht ohne vorher Hudo versorgt zu haben.
<br />Tschüß ihr zwei – kommt gut voran!