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kein Schnee, dafür Sonne

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Lima_Frevel_9Weihnachtszeit ist nun endgültig vorbei auch hier in Lima. An dieser Straßenbanderole sieht man wie die Limeños sich die Weihnachtszeit vorstellen…

Sie wünschen sich eine weiße Weihnacht. Von Schnee aber weit und breit nichts zu sehen.

 

lieben gruss aus Lima

Lili

 

 

Lima- la ciudad de los reyes (die Stadt der Könige)

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Die Limeños nennen ihre Stadt auch gerne die Stadt der Könige. Da sie gerne ihre Herkunft betonen, die sich in Spanien und dessen Königshaus begründet. Im 16 Jahrundert war Lima die Hauptstadt Spaniens in Südamerika und sehr wohlhabend mit mit einer sehr florierenden Wirtschaft und einem großen Handelszentrum.

Heute wird sie auch spasseshalber auch „la ciudad gris“ also die graue Stadt genannt. Weil der Himmel über Lima bevorzugt sich von seiner grauen Seite zeigt. Deshalb gibt es einen schönen Spruch der dieses graue Wetter über Lima bildlich beschreibt:

„Lima es como el panza del burro por el color de su cielo“- Lima ist wie der Magen eines Esels, wegen der Farbe seines Himmels

Heidi zeigte dem Rezeptionisten unseres Hostels ein Bild einer Kirche aus Lima um zu erfahren, wie diese Kirche heißt. Dieser fragte dann: „ist das in Lima?“….und antwortete sich selbst: „nein, dass kann nicht sein, der Himmel auf dem Bild ist blau.“

 

In Peru haben viele Städte beschreibende Beinamen. Die werde ich auf unserer Reise weiterhin sammeln und bloggen.

gruß Lili

 

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el Museo de Autos

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Zusammen mit Mitgliedern des “Automovil Club Peru” besuchen wir die Oldtimer-Privatsammlung von Herrn Nicolini im Ortsteil “La Molina” in Lima. Heidis Augen leuchten. Sie kommt aus dem schwärmen nicht mehr herraus. Denn fast jedes Auto in dieser Sammlung erinnert sie an eine Geschichte in Ihrem Leben: Eine Biografie dargestellt mit Hilfe von Automobilen.

Hier stehen ca. 120 Oldtimer von 1901 bis 1973. Raritäten wie Boyer (1901), Clement (1903), Stutz BB (1928) oder auch ein Wanderer Tandem Sport von 1915 teilen sich zusammen mit Trabbi, Isetta und co zwei große Hallen.

 

Grüße aus Lima

Lili

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Frohes neues Jahr aus Lima

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Hier die Antworten auf alle Fragen​ aus der Rubrik Kommentare

Die Cap Ines hat um 6 Uhr früh angelegt und ich war um 10 Uhr an Bord. Ich habe erst einmal ausgiebig mit der Crew und dem Kapt’n gequatscht. Sie haben mich an der Grillparty für Weihnachten sehr vermisst. Es ist erstaunlich, daß innerhalb einer Woche solche Freundschaften entstehen können. Leider hat Daniel von der Agentur Cosmos keine Zeit und sagt ich muß zum Zoll wegen meinem Gepäck und Hudo. Mein Gepäck bekomme ich problemlos raus, aber Hudo dauert. In den Feiertagen arbeitet beim Zoll niemand und für Montag sind schon alle Nummern vergeben. Dienstag früh um 10 Uhr soll ich kommen. Da hilft auch kein trauriger Augenaufschlag. Heute Abend um 20 Uhr fährt die Cap Ines weiter.Bye, Bye. Ich habe mir den den Nachmittag sehr gut vertrieben. Ein echter Peruaner Jorge (Jürgen) und sein Vetter (Jochen) haben mich abgeholt. Sie haben über den Blog Kontakt geschrieben,

 daß sie vom Peruanischen Automobilclub sind. Auf Englisch kommen wir miteinander klar. Sie beraten mich, welche Strecke ich fahren soll. Da wird es wieder schwierig. Soll ich genau die Strecke von Clärenore fahren (wenn ich die Orte finde) oder höre ich auf die Ratschläge, der Einheimischen. Das muß ich mit Lili​, meiner Beifahrerin für 3 Monate,

besprechen. Die ist jetzt gerade gelandet. Der Flugplatz ist auch in Callao. So es wird eine Stunde dauern, dann kann ich Liliana endlich in Natura kennen lernen. Ich bin schon ganz aufgeregt. Dann haben wir noch 4 Stunden bis Mitternacht und dann können wir sagen: jetzt kennen wir uns schon ein Jahr.

Gudrun, der Spruch von Einstein ist nach meinem Gusto. Sorge Dich nie um die Zukunft , sie kommt früh genug. Nun seid Ihr Alle schon im neuen Jahr 2016 und ich habe noch eine Galgenfrist um alles aufzuholen, was ich in diesem Jahr vergessen habe. Und liegt mir etwas auf der Seele. Ich möchte mich bei Allen,allen
Freunden, Bekannten, Unbekannten in Deutschland und in der Welt für die unglaubliche Hilfe in jeder Beziehung, Trost spenden, Sorgen machen, Mitleben, gute Ratschläge, freundliche Worte, viel zum Lachen, Tritt in den Allerwertesten geben, mich loben oder kritisieren, einfach für mich da sind. und ihre Schutzengel senden. Und auch die vielen Menschen, die nichts sagen, aber ich sehe die Zahlen, die sich für den blog interessieren. Der Hudson Club hat mir schon in Neuseeland angefangen zu helfen, durch ganz Amerika und Canada. Da gibt es einen Mann Jon Battle , er kennt die ganzen Clubmitglieder und er macht nun schon wieder Kontakte für Chile. Und dieser Hudson Club hält richtig gut zusammen. Es ist eine Ehre einen Hudson zu fahren. Ohne den Hudson Club hätte ich noch länger gebraucht und in USA hat mich eine normale Werkstatt überhaupt nicht angenommen. Liability. Die andere große Hilfe ist Hamburg Süd mit ihren Mitarbeitern weltweit. Ich hätte mir die Füße wund gelaufen in den Häfen. Ehrlich gesagt, ich hätte überhaupt nicht gewußt, wo ich anfangen und wo ich aufhören soll. Und daß ich überhaupt mit den Containerschiffen mitfahren darf, ist ein Segen. Jetzt mal Schluß, sonst wird das noch ein Buch. 

Zu viel Luxus

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Da Heidi uns keinen Audiobericht spendiert, hier als Beitrag ihr Kommentar von gestern.

IMG_8176Hallo Freunde,
so schön es auch in USA war und ich von hinten und vorne verwöhnt wurde, so war es ja nicht das was ich wollte. Ich will Dinge selbst in die Hand nehmen und etwas erleben. Hier haben viele nur Angst, daß schlechte Menschen sie berauben, überfallen, Angst in die Verantwortung genommen zu werden (liability). Man fährt die bekannten Straßen zum Shopping und von der Arbeit nach Hause. Die Straße um die Ecke kennt man nicht.

Also ich freue mich auf Südamerika und in habe zu Weihnachten einen super Einstig in Lima. Dort finden an Feiertagen Feste statt, mit Bands, Kostümen, Feste in Kathedralen, Konzerte.

Hudo ist verladen, ich gehe am 10.12. auf den Container “CUP INES” von Hamburg Süd.

Ich habe Spotti Tracker in meiner Handtasche. Das heißt, alle Fahrten, die Ihr z.Zt. seht, sind mit dem Mietwagen. Später natürlich vom Schiff, damit Ihr die Fahrt durch den Panama Kanal verfolgen könnt.

Genießt den 2. Advent, hier brennt kein Lichtlein, leider auch keine Sonne. Wenigstens hat es aufgehört zu regnen.

Grüße, Heidi

 

The Accident

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Wie ist das passiert? Hoffentlich bekommen wir einen Audiobericht. Jetzt nur eine Kurzbeschreibung. Heidi war wohl unter dem Auto auf der Suche nach einem Ölleck, das sie sei einiger Zeit stört. Hudo war auf einer Hebebühne, der Motor lief. Heidi’s Lappen verfing sich im Motor, die Hand wurde mitgezogen. Heidi hat ihren Arm schnell zurück gezogen. Es hätte noch schlimmer kommen können.

Ich weiß nicht, wie sie das alles noch für uns fotografisch dokumentieren und später mit Texten versehen konnte, aber so ist sie. Sicherlich wird der Anblick ihrer Hand in Zukunft keine Freude sein. Das wird hart. Aber Heidi kann sich jetzt schon vorstellen, stilvoll den Handschuh wieder als Accessoire in Mode zu bringen.

Wie geht’s weiter? Ein Kanadischer Bekannter begleitet sie die nächsten Tage. Ich hoffe er sitzt am Steuer. Sie wollen vielleicht dieses Wochenende noch die Niagara Fälle besuchen. Danach fliegt mein Bruder Dylan rüber und begleitet Heidi noch etwa eine Woche, bis Boston. Von dort läuft alles weiter wie geplant. Ostküste runter nach Florida, vielleicht Kuba. Wenn nicht Kuba, dann Miami nach Lima auf einem Containerschiff, ohne Mexiko und Mittelamerika. Das ist zwar traurig, aber bestimmt vernünftig.

Vielen Dank natürlich an alle für die lieben Worte. Heidi ist eine sehr starke Person. Eine Umarmung von ihrem Sohn und ist bestimmt wieder toppfit!
Marla, Heidis Tochter

TV-Bericht und eine Stinnes Ausstellung

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AKTUELL: das Museum im Spital in Grünberg (Hessen) zeigt vom 16. August 2015 - 01. November 2015 die Ausstellung zu Clärenore Stinnes.
AKTUELL: das Museum im Spital in Grünberg (Hessen) zeigt vom
16. August 2015 – 01. November 2015 die Ausstellung zu Clärenore Stinnes.

Das Kanadische Fernsehen hat Heidi an ihrem Zwangsstop in der Werkstatt besucht. Zeit hat sie ja, während sie auf Teilelieferungen wartet. Hier ein Link CTV Winnipeg: Woman, 78, travels world in antique

Das Radio war auch da. Hier ein Link CBC Radio zum 8-minütigen Interview.

Heidi hat also keine lange Weile, obwohl die Wartezeit ärgerlich ist. Sie muss nun Chicago auslassen und ostwärts fahren. Erfreulicherweise erwarten sie an der Ostküste der USA viele Verwandte und neue Bekannte, denn die Oldtimer Szene in USA hat Heidi entdeckt und nun hagelt es Einladungen von Montreal bis Miami.

Siehe auch links, die Fräulein Stinnes Ausstellung in Grünberg, Hessen. Bitte besuchen!

Breakdown im Niemandsland

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Hallo liebe Freunde,ich wollte sicher sein, was ich Euch schreibe, darum mußte ich einen Tag die Hände still halten und abwarten.

Nun kann ich Euch beruhigen: ich bin nicht verhaftet worden, auch nicht entführt, auch nicht schlafen gegangen und am Spotti sind auch nicht die Batterien leer. A b e r    e s    s t i m m t  e t w a s   n i c h t.

Folgendes: 2 Km vor der Grenze nach USA von Canada aus kommend, fing Hundo plötzlich an zu qualmen. Alles Mögliche schieß mir durch den Kopf, ich hatte gerade einen Ölwechsel gemacht in Morden, ca. 50 Km vorher. Ich hatte noch Kanadische Dollar und vertraue den Mechanikern mehr, als den Amis, die sich nicht an Hudo heranwagen, wegen Angst, ich verklage sie. Also Reifenwechsel vorne rechts und abschmieren und catshtank überprüfen. Wir rollen, weiß qualmend , aus Canada raus und der Motor geht aus. Ich rolle noch in einen Seitenweg und das war es dann. Ich fing an zu basteln bis der US Zoll (eine Frau) kam und fragte. Sie brachte mir 2 Eimer mit Wasser, dann kam eine 2. Polizistin , dann ein Polizist. Man bat mich in das Abfertigungsgebäude und wollte den AAA oder einen Abschleppdienst rufen. Auf jeden Fall muß ich von dem Standort weg. Ich muß mich entscheiden in welche Richtung ich will. Ich will lieber zurück nach Canada. Ich habe dort mehr vertrauen zu den Mechanikern. So mußte ich erst mit dem Canadischen Zoll verhandeln, aber USA hat dabei geholfen, weil ich ja noch nicht durch die Schranke war. Dann haben mich 3 US Zöllner ca. 100 Meter zurück auf Kanadisches Gebiet geschoben, dann meinen Paß vorzeigen und dann haben 3 Kanadische Zöllner mich weiter unter ein Dach geschoben, da hat sich dann wohl der Spotti von selbst abgeschaltet.(kein Satelit) So da stand ich nun und traute mich nicht mehr zu starten, da vorne und hinten überall Wasser raus lief. Und nun kommt mein viritueller Beifahrer ins Spiel, Svend Anderson, der mich in Vancouver, bei der indischen Niinu, gefunden hat, hat mich auf meiner gesamten Strecke durch Canada, 10 Tage lang betreut. Er hat mir per Email und per Telefon Fahrtrouten vorgeschlagen, Übernachtungsmöglichkeiten abgesprochen und reserviert, Restaurants und Besichtigungen vorgeschlagen. Ich hatte sozusagen ein betreutes Fahren. Ich habe diesen virtuellen Beifahrer sehr genossen, das war genau das, was ich mir von einem Beifahrer erhofft hatte, jemanden der während der Fahrt etwas ausarbeiten kann. Aber zurück an die Grenze. Svend hat einen Abschleppdienst gefunden und der kam nach einer Stunde und fuhr mich 2 Km um die Ecke nach Emerson für 120,— US Dollar. Die Werkstatt hatte um 22 Uhr sogar noch auf, weil Rob am Montag immer Nachtschicht macht. Wir waren uns leider ziemlich schnell einig, es muß die Zylinderkopfdichtung kaputt sein.

Unter Hudo war Mayonnaise, der mir nun schon bekannte Öl mit Wasser vermischte Brei. Rob meinte, kein Problem, Vater kennt sich damit aus. Am nächsten Morgen war Vater Frank da und man merkte, er kennt alte Autos. Wir haben Beide telefoniert, bis ich die Dichtungen bei Carl Weber in Massachusetts gefunden hatte für einen akzeptablen Preis. Dann haben wir erst die Zylinderköpfe abgeschraubt und mit Erschütterung den Schaden begutachtet. Alle Zylinder voller Wasser. Gut, daß ich einen Zylinderkopf von dem alten Motor, der in Ferntree Gully, Australien gewechselt wurde, mitgeschleppt habe. Jetzt brauchen wir ihn und Frank ist ganz begeistert, daß ich so etwas im Gepäck habe. Er erzählt es jedem Besucher, denn inzwischen hat es sich bei den 670 Einwohnern von Emerson herumgesprochen, daß da eine alte Frau um die Welt fährt.

Um 17 Uhr ist totenstill. Kein Auto, kein Mensch, nichts , so einsam war ich in meinem Leben noch nicht. Beängstigend. Kein anderer Gast im Motel, kein Tourist auf dem Campingplatz. Aber Hudo nebenan in der Garage Nr. 1. Ich kann ihn durch einen Fensterspalt sehen. Nun warten wir morgen auf Fedex und vielleicht kann ich dann morgen auch noch weiter fahren. Ich habe wieder 3 Tage verloren und ein paar Verabredungen kann ich nicht einhalten. Deswegen möchte ich keine Termine, weil ich mich nicht auf Hudo verlassen kann. Aber er überrascht mich immer wieder, warum er nun gerade zwischen den beiden Ländern stehen bleibt. Offensichtlich will er nicht nach USA, in seine Heimat zurück.

Auf meinem Kalender steht: Genieße Mensch die Jahreszeiten,

sie können Ebbe sein, auch Flut;

das Leben ist wie Gezeiten,

`mal geht’s dir schlecht,

dann wieder gut.
Morgen ist ein neuer Tag, packen wir ihn fröhlich an,dann wird auch alles wieder gut. Alles Gute, Eure Heidi.

Heidi und Hudo in Oregon, USA

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Bericht von Gudrun Berg

Was eine Hitzewelle ist, erleben ja zur Zeit alle in Berlin und wohl in ganz Europa. Wie viel Spaß man bei der Hitze beim Autofahren hat, kann jeder für sich entscheiden. Wohl dem, der eine Klimaanlage im Auto hat und hier und da ein schattiges Plätzchen für eine Pause findet. Weder das Eine noch das Andere ist Heidi und Hudo vergönnt.
<br />Wir sind ein Stück Weg gemeinsam gefahren – von Pendleton nach Portland – quer durch Oregon entlang dem Columbia River. Heidi in ihrer Abenteuer-Version, ich in der Luxus-Version.
<br />Beim Treffen in Pendleton war schnell klar, Heidi bevorzugt den KOA-Zeltplatz (wirklich gut geführt). Ich hingegen muß ins Hotel, da ich kein Zelt dabei habe. Das Hotel ist in Laufnähe und obendrein ein Holiday Inn (mein Favorit). Geübt und in kurzer Zeit hat Heidi ihr Zelt aufgebaut. Helfen darf ich nicht, aber filmen. Noch schnell einchecken im Hotel – Heidi wird für morgen zum Frühstück eingeladen – dann geht’s in die Stadt. Es ist eine urige Westernstadt mit berühmten Rodeos im September. In einem ebenso urigen Restaurant gibt es Steak und kühles Bier. Die Abendstunden sind erholsam, darum genießen wir sie lange.
<br />Am Morgen beginnt die Routine bei Heidi – Zelt abbauen und Hudo versorgen. Hudo bekommt überall frisches Wasser – Kühler, Speichen, Ölstand messen, Karte falten, Technik bereitlegen. Wichtigstes Utensil ist das Tablet. Erst wenn Hudo versorgt ist, kommt Heidi dran. Wir frühstücken gemeinsam, machen ein Foto vor dem Hotel für einen Freund, dann geht es los.
<br />Weiter auf der Interstate 84 West. Das Sonnenlicht ist gleißend hell. Die Hitze läßt die Luft flirren. Heidi bekommt die Hitze von allen Seiten, auch vom Motor ohne Klimaanlage! Das ist wie Grubenarbeit – Schwerstarbeit. Ich sitze mit schlechtem Gewissen in meinem klimatisierten Mietwagen, und mir ist warm. Die Hoffnung, daß wir Schatten haben, wenn wir den Fluß erreichen, erfüllt sich nicht. Aber nur alleine der Anblick von Wasser tut schon gut. Vor uns viel Rauch – ein riesiges Buschfeuer. Ich lerne, wie Heidi ihre tollen Fotos macht. Beim Fahren, dann schwenkt sie beidseitig aus, oder sie hält einfach am Rand an.
<br />Tankstellen-Stopp: Hudo bekommt Benzin und Wasser, die Kanister werden nachgefüllt. Sie sind leer von den Zwischenstopps. Wir biegen nach Süden ab zum Mt. Hood, dem 2.höchsten Berg der USA. Hier ist es grün, aber nicht schattig. Vor uns die schneebedeckte Bergspitze. Langsam krabbeln wir höher. Vor mir sehe ich, daß Hudo tropft. Sofort hält ein Biker und nennt eine Werkstatt wenige Meilen zurück. Wie spät ist es? Na ja, wir müssen uns beeilen, sonst machen die zu – es ist Freitag! Heidi hat inzwischen einen großen Erfahrungsschatz, einen Instinkt zum Weiterkommen. Die Männer von der Tankstellen-Werkstatt sind etwas überfordert mit Hudo. Sie rufen einen jung gebliebenen 83jährigen. Sein erstes Auto war ein Hudson. Heidi macht gemeinsam mit ihm Hudo wieder flott. Wenn anfangs der Frauenfaktor anklang, waren die Männer am Ende voller Respekt und sahen ihre Arbeit als Kavaliersgeste. Heidi will weiter und nimmt sich nicht mal Zeit zum Hände waschen.
<br />Wir erklimmen den Scheitelpunkt der Straße und kommen in schattige Waldgebiete. Hudo und Heidi haben plötzlich Spaß auf der kurvenreichen Straße bei etwas besseren Temperaturen. Ich sehe den beiden die Freude von hinten an und muß achtgeben, daß sie mir nicht abhauen. Es ist Ferienzeit und Wochenende. Wir irren umher um ein Hotel zu finden, was lange dauert. Heidi beginnt sofort mit der Abend-Routine – Bilder beschriften und versenden, Mails lesen und schicken, mit der Familie reden. Sie hat ein enormes Pflichtgefühl allen gegenüber denen, die an ihrem Abenteuer teilhaben wollen. Außer ein Eis auf der Fruchtfarm haben wir nichts gegessen. Ich gehe in die Bar. Da gibt es bestimmt eine kleine Karte. Ansonsten tut es um diese Stunde einfach auch ein Schlaftrunk. Chili-Dip und Nachos, dazu ein Bier, das reicht. Heidi kommt nach und wir reden noch. Über dieses Land, die Weiterreise nach USA, Hudos Leistungsfähigkeit und über den Blog. Warum es so still geworden ist.
<br />Heidi und Hudo sind eine Einheit geworden. Heidi’s Sinne haben sich auf ihn eingestellt. Ihre Abläufe sind Fahren, Versorgen, Fotografieren, Berichten. Zu mehr reicht der Tag nicht aus. Sie ist alleine, manchmal auch bestimmt einsam. Tausende Gedanken kommen auf, aber niemand gibt Antwort. Darum hat sie so viel Freude am Kennenlernen der Menschen, die ihr begegnen, und Hudo ist da ein guter Mittler.
<br />Am nächsten Morgen gehen wir beide wieder auf den Highway –ich nach Süden, Heidi nach Norde, jedoch nicht ohne vorher Hudo versorgt zu haben.
<br />Tschüß ihr zwei – kommt gut voran!

1. Audiobericht aus Nord Amerika

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Klicken Sie unten und hören Sie 18 Minuten aktuelle Berichterstattung von Heidi.

Audiobericht vom 29.6.2015

USA-map
Wikimedia Creative Commons

Happy Birthday, Heidi

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Heidi wird morgen 78.  Sie feiert bei Freunden in Kalifornien. Hudo ist leider nicht dabei, denn er schlummert im dunklen Container auf dem Weg nach Los Angeles. Circa Mitte Juli geht die gemeinsame Reise Richtung Kanada weiter.

Moderatorin und Autoverrückte Bettina Böttinger (und Kollege Christoph Tiegel hinter der Kamera) gratuliert Heidi im Videogruss und spricht damit für uns alle. Toi Toi Toi weiterhin!

USA: vorerst nur Heidi, ohne Hudo

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Copyright Peter Latham
Copyright Peter Latham

Hallo liebe Leser,

ich bin seit 3 Tagen in USA, dem 4. Erdteil meiner Weltreise. Die Zeit fliegt, nur Heidi ist schneller. Ich habe nämlich einen Tag gewonnen. Ich bin am 10. Juni abends um 19 Uhr abgeflogen, saß 12 Stunden in der New Zealand Airline (als wir den Äquator überflogen hat es leicht gerüttelt) und bin am 10.Juni um 12 Uhr am in L.A. gelandet. Das hat mir gefallen, abends ab, am selben Tag mittags ankommen und dann noch auf einem anderen Erdteil. Dann mit dem Bus nach Santa Barbara und da hat mich mein “uralter” Freund Kalle abgeholt und wir sind zu ihm nach San Luis Obispo gefahren. Er bewohnt mit seiner Lebensgefährtin Judy ein großes Haus, wo ich bleiben darf bis Hudo eintrifft.

Seit 3 Tagen sind Kalle / Karl-Heinz Hübner und ich mit der neuen Kommunikation beschäftigt. Wir fahren zwischen AT&T und Apple hin und her. Ich brauche ein neues iPad und das muss neu eingerichtet werden. Sorry, aber ich bin überfordert.  Alles, was mir im Store erklärt wurde, funktioniert zu Hause nicht, die Passwörter sind falsch, die Tastatur ist anders, @ gibt es nicht. Ich bin 2 X spazieren gegangen, sonst noch nichts Neues. Mein Freund ist auch nicht mehr der Jüngste, (wir kennen uns seit 65 Jahren) schüttelt auch mit dem Kopf. Ich könnte ja sagen, macht nix, in einigen Tagen werde ich 78 Jahre alt, ich brauche den Kram doch nicht mehr. Aber was sage ich Euch? Geht nicht, gibt’s nicht. Also bitte Geduld.

Es geht mir ausgezeichnet, jeden Tag 22 °C in Kalifornien und morgens und abends schön kühl zum Schlafen. Ich brauche nichts. Nur Neuseeland habe ich noch nicht vergessen, die Landschaft, die Menschen und das Southern Cross am Himmel.

Das Container Schiff, die Coral Bay, soll Sonntag früh in Aukland ankommen, auf jeden Fall Hudo aufladen und am Abend weiter über den Pazifik nach Long Beach. Am 2. oder 3. Juli soll das Schiff ankommen, aber bis zum 12.7. dauert die Abwicklung, weil die Ware sich in Long Beach stapelt.

Da ich keinen lebenden Kiwi gefunden habe, habe ich ein schönes Foto von Peter Latham mit einem Silberfarn, einem Wahrzeichen von N.Z., zum Abschied in den Blog gesetzt.

Gruß Heidi.

 

New Zealand: South Island bis Christchurch

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hh-nzHeidi war fleißig und hat uns zahlreiche Fotos mit Texten zur Verfügung gestellt. Wer kein Instagram App nutzt, kann sich die Fotos hier ansehen.  https://instagram.com/heidihetzer/

Mit einem Smartphone oder Tablett können Sie die Fotos auch über ein App betrachten.  Neue Fotos erscheinen dann automatisch auf Ihrem Gerät. Einfach kostenloses App installieren und heidihetzer „folgen“.

Instagram für iPhone oder iPad hier

Instagram für Android hier

 

Sendung verpasst?

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http://www.ndr.de/fernsehen/Mit-dem-Oldtimer-nach-Australien,wildeweltreise104.html

Wiederholung Mittwoch, 08. April 2015, 06:35 bis 07:20 Uhr 

oder im rbb am 1. Mai um 18:40 Uhr

Ich glaube, wir stampfen den Blog ein und lassen Frau Marzahn in Zukunft allein berichten. Toll gemacht NDR!

Hudo wird in Melbourne operiert. Der NDR berichtet am Ostermontag.

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Wie viele wissen, hat Heidi sich in Vorbereitung auf diese Reise zwei Hudson gekauft, damit sie einen Ersatzteilspendermotor zur Verfügung hat. Als der „bessere“ Motor zum Startzeitpunkt nicht zuverlässig lief, der Winter in Russland und Asien nahte und keine Zeit mehr zu verlieren war, fuhr sie mit dem ungetesteten Zweitmotor los.  Über 30.000 KM hat der Motor geschafft, musste aber immer weider aufgepäppelt werden. Nun ist er endgültig am Ende und wird durch den eigentlich für die Reise vorgesehenen ersetzt. Per Luftfracht erreicht er Melbourne, wo er nächste Woche eingebaut wird. Am 27. März verschiffen Heidi und ihr verjüngter Begleiter Hudo nach Neu Seeland.

Der NDR begleitet Heidi schon von Anfang an und hat aus dem gesamten Videomaterial einen 45-minütigen Film geschaffen. Wir freuen uns auf die Ausstrahlung am Ostermontag, 16:00 Uhr. Hier der Link zum Programmhinweis (mit tollen Fotos). Bitte schaut alle zu!

Motor_20150314
Neuer alter Motor

 

weiterer Inhalt Kiste_20150314
Weiterer Inhalt der Kiste

 

 

An Bord der Waratah

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Auf See, 2. Teil mit Texten von Heidi

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Als das Containerschiff im Hafen von Kuala Lumpur lag, gingen doch Emails raus. Hier Heidi’s Texte:

Heute , 31. Januar 2015, bin ich genau 6 Monate unterwegs. Damals war es ein Donnerstag um 15.30 Uhr in Rheinsberg. Heute ist Samstag und wir werden spät abends ablegen.

Vor einem halben Jahr bin ich an dem ersten Tag bis Zittau gefahren und nach Mitternacht angekommen. Am nächsten Morgen habe ich nicht schlecht geguckt, als ich direkt an dem riesen Gebirge stand und war erleichtert, daß ich endlich aus Berlin weg war.

Heute fahre ich nicht, sondern ich werde gefahren auf eine mir noch unbekannte und noch unangenehme Art.

Auf jeden Fall beginnt wieder ein neues Kapitel in meinem Leben und mal sehen , wo ich um Mitternacht bin.

Ich habe mich um 13 Uhr mit meinen 3 großen Taschen in den Hafen begeben und Hamburg Süd, Frau Silke Sehgal und der Agent Richfield haben alles professionell vorbereitet, so daß wir schnell am Schiff waren. GROOß und SCHWARZ , das ist die WARTHA, MEIN CONTAINERSCHIFF. 295 Meter lang, segelt unter Iberischer Flagge. Kapitän Tutka ist Nachbar von uns, aus Polen und die Reederei ist Claus-Peter Offen aus Hamburg. Es sind 23 Mann an Bord und ich. The Story of my Life is: es ist immer kompliziert und es geht immer gut aus. Hamburg Süd hat mich unterstützt und genehmigt, daß ich auf ihrem Containerschiff mitfahren darf. Sie haben den ganzen Papierkrieg erledigt und daß war gewaltig, denn Auto und Frau auf ein und dasselbe Schiff zu bringen geschieht nicht jeden Tag. Aber ich habe das geplante Schiff im November verpasst. Dann hat Herr Dr. Neeb, ein wirklich netter Mitarbeiter von Hamburg Süd durch Herrn Dr. Gast, GF von Hamburg Süd (Inhaber Dr. Oetker, Oldtimer Liebhaber) einen befreundeten Reeder Herrn Claus-Peter Offen angesprochen und nun fahre ich auf deren Schiff, der WARATH mit. Super gelaufen und ich habe mich bei einer Menge Menschen zu bedanken, die mir alle helfen, meine 2-jährige Weltreise zu schaffen. Der MSVCR , Malaysische/ Singapore Oldtimer Club wird, wenn ich den Hafen verlassen habe, meine Papiere auch wieder abstempeln lassen müssen. Thank you David Thomson. Eigentlich bin nicht ich, sondern immer HUDO das Problem.

Ich habe den ganzen Nachmittag unter den 550 Containern, den knallroten Hamburg Süd Container gesucht. Um 18 Uhr hat der Kapitän mich zu Tisch gebeten, aber er hat gleich einen Korb von mir bekommen, Hudo war noch nicht an Bord. Fünf Minuten später kam er auf dem Hänger an und wurde aufs Schiff gehievt und ein anderer Container noch über ihn. Na, da kann ihm ja nicht kalt werden. Reihe 33 habe ich mir gemerkt. Ich konnte es filmen. Mann, bin ich glücklich, von mir aus können wir jetzt los. Geplant ist 20,30 Uhr. Ich gehe dann auf die Brücke. Meine Sicherheitseinweisung habe ich auch schon hinter mir und umgezogen bin ich auch schon. Von der Piloten Kabine in die Owner Suite. Danke Herr Offen, daß ich in Ihrem Bettchen schlafen darf. Die Matrosen, mit denen ich bisher die Gelegenheit hatte zu sprechen sind ganz interessiert an Hudo und meiner Reise und möchten in Fremantle ein Foto.

Jetzt bin ich gespannt auf das Ablegen und die Ausfahrt und wo wir um Mitternacht sind und mit wieviel Knoten wir fahren. Und ob es Internet gibt… Jetzt heißt es, Leinen los und Ahoi!


Text von heute, 1. Februar 2015

An Bord gibt es Kapitän Tutka, Pole und 22 Besatzung und ich also 24 Personen, keine andere Frau. Es gibt eine Bar mit Büchern, aber ich habe The Alchemist geschenkt bekommen. Und es gibt einen Pool. Ich habe mich noch nicht getraut zu fragen. Bisher ist viel los und ich bin immer auf der Brücke. Viele andere Schiffe, die man auf den zig Bildschirmen sieht und dann sprechen die miteinander. Na und dann sind wir zurück nach Malaysia geschippert um ca 500 Container abzuladen und andere hunderte wieder auf. Das geschieht jetzt die ganze Nacht und morgen den Tag über. Vier verschiedene Krähne bewältigen das mit Hafenpersonal. Auf der Warath sind insges. ca. 5500 Container geladen. das Schiff ist 295 Meter lang. Hudo ist in Reihe 33. Ich passe auf, daß sie ihn nicht aus versehen abladen. Er ist gut zu erkennen, denn es ist ein knallroter funkelnagelneuer Container mit Hamburg Süd beschriftet. Wenn wir dann weiter fahren wird es langweilig, nur großes weites Meer, sagt der Master. ein Schiff heißt hier Vessel. In der Familien Chronik steht: the company dates back to 9 June 1971, when Claus-Peter Offen acquired his first vessel and started his business. That was the 1.965 GT general cargo vessel „Annie Hugo Stinnes“ built in 1959 and renamed „Holstein“. Ist das nicht witzig? Ich denke, das ist kein Zufall,
sondern Schicksal. Ich wohne in der „Owner’s “ Suite. Alles für mich neu, interessant, mehr Instrumente als im Flugzeug, alle 4 Stunden wechselt die Crew, alles sehr sauber und freundlich.
Ich darf alleine an den Kühlschrank, aber abräumen und abwaschen darf ich nicht, dann ist Cookie, der Phillipine beleidigt und denkt er hat etwas verkehrt gemacht.

Heidi auf See

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Heidi hat auf See kein Internet. Das ist der einzige Nachteil. Sonst sagte sie mir eben per Handy, sei sie sehr bequem in der „Owner’s Suite“ untergebracht, direkt neben der Brücke. Der Weg führt nicht direkt nach Perth. Hier und da wird noch in anderen Häfen Fracht be- oder entladen. Man kann das Containerschiff „Waratah“hier verfolgen. Der Reederei Hamburg Süd sind wir sehr sehr dankbar für ihre Unterstützung! Sie hat diese Überfahrt ermöglicht, allerdings auf einem Schiff der befreundeten Reederei von Klaus-Peter Offen. Ankunft in Perth wahrscheinlich am 10. Februar. Erst danach können wir auf neue Fotos hoffen. Schöne Grüße von Heidi

Hudo ist verankret und gleich gehen die Türen zu
Hudo ist verankret und gleich gehen die Türen zu